Montag, 13. Juni 2016

Süd-Tiroler Freiheit: "Überwältigender Sieg der Vernunft"

Auch die Süd-Tiroler Freiheit schickte am Montag umgehend eine Presseaussendung: "Über 70 Prozent der Abstimmenden haben der Geldverschwendung und weiteren Umweltbelastung eine klare Absage erteilt“, freut sich die Bewegung demnach.

Sven Knoll
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Sven Knoll

Als Triumph der Vernunft und Solidarität über Geld und Medienmacht bewertet die Süd-Tiroler Freiheit das Ergebnis der Volksbefragung zum Flughafen.

"Über 70 Prozent der Abstimmenden haben der Geldverschwendung und weiteren Umweltbelastung eine klare Absage erteilt", freute sich die Bewegung. Die Abstimmung sei auch eine schallende Ohrfeige für Landeshauptmann Kompatscher und seine Politik.
"Obwohl die Befürworter des Flughafens das Land mit einer beispiellosen Werbekampagne überzogen hatten, folgte ein übergroßer Teil der Bevölkerung nicht dieser Propaganda, sondern der Vernunft", freute sich Sven Knoll, Landtagsabgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit. "Auch mit Panikmache und Falschaussagen konnten die Befürworter nicht punkten. Es ist ein historisches Ergebnis und ein Meilenstein."
"Jetzt gilt es, das Votum zu respektieren und die öffentliche Finanzierung endlich zu beenden. Es darf nun keine Winkelzüge mehr geben. Die Bevölkerung hat nicht nur zur öffentlichen Finanzierung klar Nein gesagt, sondern zum Gesetz und Konzept als Ganzes", unterstrich Landtagsabgeordnete Myriam Atz Tammerle. "In keinem einzigen Bezirk konnten die Befürworter einen Sieg davontragen. In allen Teilen des Landes war das Ergebnis eindeutig. Die Stimme der Südtiroler konnte nicht klarer und lauter ausfallen."

Abfuhr an die Landesregierung
Der Erdrutschsieg der Flughafen-Gegner sei aber auch eine Abfuhr an die Politik der Landesregierung und besonders jener des Landeshauptmanns: "Kompatscher hat sich im Wahlkampf nicht als Landeshauptmann für alle präsentiert, sondern sehr klar und einseitig Position bezogen. Er geht geschwächt aus dieser Abstimmung", gab Landtagsabgeordneter Bernhard Zimmerhofer zu bedenken.

Er richtete aber auch einen Appell an die unterlegenen Befürworter: "Keiner braucht den Kopf hängen zu lassen, jetzt starten wir durch, mit Investitionen in zukunftsträchtige Sparten, wie z.B. alternative Mobilität und Energiewirtschaft. Wir wollen ein energieautarkes Südtirol und somit ein wirkliches Klimaland Südtirol errichten."
Freudentrunken zeigte sich auch Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit und als Unterlandler direkt betroffener des Flughafens: "Die Solidarität aus allen Teilen des Landes war schon im Wahlkampf überwältigend und hat sich nun an der Urne eindrucksvoll fortgesetzt. Fast 84 Prozent der Unterlandler haben Nein zur Zerstörung ihres Lebensraumes gesagt. In Kurtatsch (93,2 Prozent Nein-Stimmen) und Tramin (92,8 Prozent Nein-Stimmen) konnte nicht nur die höchste Wahlbeteiligung, sondern auch die größte Ablehnung gegen den Flughafen erreicht werden!"
Für die Süd-Tiroler Freiheit, die unzählige Aktionen gestartet und viel Zeit, Schweiß und Geld in den Wahlkampf gesteckt hat, sei es auch ein persönlicher Sieg.

stol

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