„In den vergangenen 90 Jahren ist in unserer Heimat sehr viel geschehen. Nach faschistischer Diktatur mit großem Leid, nach Option und 2. Weltkrieg, nach Autonomie- und Freiheitskampf ist Südtirol heute sicherlich ein Land, das den Staat Italien in organisatorischen Fragen, in der Denkensart, in der Lebensqualität, in Investitionen für erneuerbare Energie, in Zivilschutzfragen, in Zukunftsthemen und in der Landwirtschaft schon lange überholt hat“, so Stocker.„Daran wirken mittlerweile auch viele hier lebenden Italiener mit“, betont er.Es sei deshalb wichtig und richtig, dass sich das politische Südtirol und die Südtiroler insgesamt über die Zukunft ihres Landes Gedanken machten. Die Autonomie habe zweifelsohne viel gebracht, könne aber nicht der Schlusspunkt der politischen Entwicklung sein, betont Stocker.„Die Freiheitlichen plädieren für eine Loslösung Südtirols von Italien in Form eines unabhängigen Freistaates. Ein Freistaat Südtirol kann aber nur in einem breitest möglichen Konsens der hier lebenden drei Volksgruppen entstehen und man muss diesen Wunsch seriös, objektiv und mit Herzblut angehen“, betont Stocker weiter.Die Europaregion Tirol könne und solle parallel dazu wachsen und stehe in keinem Widerspruch zum Freistaatsanliegen.