Da zahlreiche Museen nach Löchern in ihren Kassen das Abkommen aufgekündigt haben, wird die Karte heute von der Landesregierung abgeschafft. An einer Alternative wird gearbeitet. „Diese soll aber keine reine Gästekarte sein, sondern auch Einheimischen Vorteile bringen“, betont Marlene Messner vom Museumsverband.<BR /><BR />Die „Museumobil Card“ wurde von der Politik immer als Erfolg verkauft und vereint 2 Angebote für Touristen: Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Eintritt in 80, mittlerweile etwa 70 Museen. Dafür entrichteten Beherbergungsbetriebe bzw. Tourismusorganisationen unabhängig von der Ortstaxe bis vor 2 Jahren 35 Cent pro Nächtigung, die in einen Topf flossen und auf die Museen aufgeteilt wurden.<BR /><BR />Doch seit 2 Jahren brodelt es unter den Museen. Auf Druck einiger Tourismusvertreter erließ die Landesregierung nämlich einen Beschluss, der die Museen in die meisten touristischen Angebote einschloss. Mehr Besucher, so der Hintergedanke, sollte mehr Geld in den Topf spülen, sodass die Museen auch mit 22 Cent pro Nächtigung auf ihre Kosten kämen. <h3> „Museumobil Card“ war ein Flop</h3>Allerdings erwies sich das neue System als Flop, der Löcher in die Kassen der Museen riss. Statt der versprochenen Zunahme der Besucher gab es fast ausschließlich eine Verlagerung. Gäste, die früher für ihren Eintritt die Brieftasche gezückt hatten, kamen nun mit der „Museumobil Card“ kostenlos. Manchen Museen wurde nur mehr 40 Prozent des Eintrittspreises rückerstattet. „Wir haben ein Jahr lang verhandelt. Dazwischen lag die Landtagswahl mit dem Wechsel der Zuständigkeit vom Landeshauptmann an Achammer“, so Marlene Messner. Die Aussicht, dass sich etwas ändert, sei aber nicht gegeben gewesen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1106466_image" /></div> <BR /><BR />Heute nun schafft die Landesregierung die Museumskarte für Gäste ab. „Die Museen werden in den ersten Monaten des neuen Jahres einen neuen Vorschlag bringen: Wichtig ist, dass er sich ökonomisch trägt und auch an die Einheimischen gedacht wird“, sagt Achammers Ressortchef Armin Gatterer.<h3> Auch Einheimische sollen von neuer Karte profitieren</h3>Letzteres unterstreicht auch Marlene Messner. „Es war einfach ein riesiges Ungleichgewicht, wenn Einheimische voll zahlen und Touristen nur 20 Cent. Von der neuen Karte müssen auch Einheimische profitieren.“ Und noch etwas stellt sie klar: „Es kann nicht sein, dass Kulturbetriebe wie Museen den Tourismus finanzieren. Wenn schon, dann muss es umgekehrt sein.“<BR /><BR /><embed id="dtext86-67738503_quote" /><BR /><BR />Realistisch betrachtet geht Messner nicht davon aus, dass die Alternative bereits 2025 steht. „Es kann lokale Abkommen mit Museen geben, deren Ausgleich vom Tourismusverein vor Ort geschultert wird, aber wohl noch keine landesweite Lösung“, meint sie. Ein Jahr Pause ohne Gästekarte wäre kein Übel. „Viele Gäste gehen gern in unsere Museen und sind bereit dafür zu zahlen“, so Messner. Im Pause-Jahr könnte man sehen, wie viele es sind.