Donnerstag, 21. Mai 2015

Südtirol tritt in den Trikolore-Streik

Die Weisung aus Rom, am Jahrtag der Kriegserklärung Italiens alle öffentlichen Gebäude festlich zu beflaggen, stößt auf heftigen Widerstand. Auch Land und Gemeinden wehren sich.

Die Beflaggungsweisung aus Rom stößt auf heftigen Widerstand.
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Die Beflaggungsweisung aus Rom stößt auf heftigen Widerstand. - Foto: © APA/ANSA

In Italien ticken die Uhren manchmal anders. Während in anderen Ländern bestenfalls mit Gedenkveranstaltungen an eine Kriegserklärung erinnert wird, sieht Rom darin einen Grund zum Feiern.

Zum 100. Jahrestag des Eintritts Italiens in den I. Weltkrieg hat die Regierung in Rom angewiesen, an diesem Sonntag alle öffentlichen Gebäude mit der Trikolore zu beflaggen.

„Das Ministerratspräsidium erinnert, dass anlässlich des 100. Jahrestages des Eintritts Italiens in den I. Weltkrieg, am Sonntag, 24. Mai, alle öffentlichen Gebäude mit der Staats- und Europafahne zu beflaggen sind“, heißt es im Schreiben wörtlich.

"Ich glaube nicht, dass Hissen von Fahnen das geeignete Symbol dafür ist und in Südtirols Situation wäre es gar eine Zumutung“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher im Gespräch mit dem Tagblatt "Dolomiten". Und es sei eine Weisung, der man „nicht Folge leisten“ werde.  Und auch nicht müsse. 

bv/D

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Die Argumente des Landeshauptmann und was Land und Gemeinden vorhaben zu tun, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.

 

stol