Samstag, 12. Oktober 2019

Südtirol übergibt Euregio-Vorsitz ans Bundesland Tirol

Im Rahmen des Abschlusses des Maximilianjahres hat Landeshauptmann Arno Kompatscher die Euregio-Präsidentschaft am Samstag in Innsbruck an Nordtirols Landeshauptmann Günther Platter übergeben.

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (links) übernahm von seinem Südtiroler Amtskollegen Arno Kompatscher den Euregio-Vorsitz.
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Tirols Landeshauptmann Günther Platter (links) übernahm von seinem Südtiroler Amtskollegen Arno Kompatscher den Euregio-Vorsitz. - Foto: © land Tirol/Oss

Die 2-jährige Präsidentschaft Südtirols über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino bezeichnete Kompatscher dabei als „herausfordernder, aber durchaus erfolgreicher Weg mit mehr als 60 Projekten und einem gemeinsamen Ziel: Die Euregio für die Bevölkerung noch spürbarer zu machen.“

Zu den zahlreichen „Leuchtturmprojekten“ zählen laut Landeshauptmann Kompatscher sowohl die Vorteilskarte EuregioFamilyPass als auch die Euregio Mobilitätstage. Ersteres vereint die Vorteilskarten für Familien bei den Vorteilspartnern aller drei Länder, das zweite erlaubt zweimal jährlich allen Abo-Inhabern mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln durch die gesamte Europaregion zu reisen. Dies sei ein gemeinsamer symbolischer Schritt, dem nun konkret ein Euregio-Jahresabo für den öffentlichen Personennahverkehr folgen soll, kündigte Kompatscher in Innsbruck an.

Mit mehr als 60 Projekten Euregio spürbar gemacht

Auch Forschung und Verwaltung werden laut Kompatscher immer stärker vernetzt: Das Projekt Fit4Co stellt interessierten Verwaltungen bei der Umsetzung von Projekten kostenfrei Projektbegleiter und Experten zur Seite. Der Euregio Master hingegen ist eine zweijährige Ausbildung für Verwaltungsexpertinnen und -experten. Das Projekt Historegio mit einer gemeinsamen, regionalgeschichtlichen Forschung der drei Universitäten Innsbruck, Bozen und Trient zum historischen Tirol sei erfolgreich gestartet, berichtet der Landeshauptmann.

Mit der Euregio-Landkarte samt Schulmaterial kommt laut Kompatscher die Europaregion in die Schulen: „Als Wandkarte macht sie die Überwindung alter Grenzen durch die Europaregion sichtbar.“ Ebenso fördern die Euregio-Spiele und das Euregio-Fest die Begegnung der Bevölkerung aller drei Länder.

Als weiteres „Leuchtturmprojekt“ nannte der Südtiroler Landeshauptmann schließlich das gemeinsame Lawinenwarnsystem „Albina“, dem nun mit „Tinia“ ein entsprechender Wetterbericht der 3 Landesteile folgen soll. „Die Euregio ist unser Weg. Sie ist kein Papiertiger: Sie ist eine großartige Idee und ein konkretes Projekt. Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino erlaubt es uns, unsere Vielfalt zu leben und doch einig zu sein“, ist Kompatscher überzeugt.

Kostenfrei mit Öffis zum Kaiserlichen Abschlussfest nach Innsbruck

Die Übergabe der Präsidentschaft, an der auch der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti teilnahm, fällt mit dem Ende des Jubiläumsjahres, das Kaiser Maximilian gewidmet ist, zusammen. „Kaiser Maximilian war ein Tiroler im Herzen und ein Europäer im Geiste – passend dazu haben wir die beiden Festlichkeiten zusammengelegt, um diesem Motto zu entsprechen und gemeinsam mit der Bevölkerung zu feiern“, betonte in diesem Zusammenhang der Nordtiroler Landeshauptmann Günther Platter.

Gemeinsam mit der Nordtiroler Kulturlandesrätin Beate Palfrader und dem Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi blickte Platter auf das Jubiläumsjahr uns seine über 250 Veranstaltungen zurück.

Am heutigen Euregio-Mobilitätstag konnten alle Inhaber eines EuregioFamilyPasses oder eines Südtirol Pass (inklusive Abo+, 65+ und free) innerhalb der gesamten Europaregion kostenfrei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, unter anderem zum Abschlussfest des Maximilianjahres in Innsbruck.

Nach einem Landesüblichen Empfang, ist dort ein buntes Bühnenprogramm und unterschiedliche Rahmenveranstaltungen angesagt. So findet heute Abend ein Live-Konzert von „Herbert Pixner & the Italo Connection“ vor der Hofburg statt.

lpa