Dienstag, 18. Mai 2021

Südtirol zieht mit Rom gleich: Was sich für uns an den Corona-Regeln ändert

Südtirol reagiert auf die Öffnungsschritte aus Rom: Auch hierzulande wird ab 19. Mai die spätere Ausgangssperre gelten. Außerdem neu: Ab 1. Juni braucht es für die Innengastronomie wie im übrigen Staatsgebiet keinen Corona-Pass mehr. Für Hochzeiten und größere Veranstaltungen soll er aber weiterhin genützt werden. Details sollen in den kommenden Tagen folgen.

Arno Kompatscher bei der heutigen Pressekonferenz. - Foto: © Land Südtirol
Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm bei der heutigen Pressekonferenz Bezug auf die neuen Regeln, die im Dekret von Ministerpräsident Mario Draghi vorgesehen sind: „Die Regierung in Rom hat Öffnungsschritte gesetzt.“

Diese betreffen zum einen die neuen Kriterien für die Einstufung der Regionen: Man wolle weg von der Betonung des Rt-Wertes, was Kompatscher begrüße, weil gerade bei niederen Infektionszahlen erhebliche Schwankungen auftreten könnten. „Das war eine unserer Forderungen als Regionen.“ Auf der anderen Seite schaue der Staat bei der farblichen Einstufung der Regionen verstärkt auf Inzidenz und Hospitalisierung. „Die Betonung des Inzidenzwertes sehen wir durchaus kritisch: Denn bei kleinen Zahlen gibt es auch hier größere Schwankungsbreiten, gerade in kleinen Regionen. Darum ist uns zugesagt worden, dass man verstärkt auf Hospitalisierungszahlen schauen wird.“

Ab 1. Juni kein Corona-Pass mehr für Restaurantbesuch

Die brennenden Fragen des Tages sind aber zweifelsohne andere: Wie geht es nach dem neuen Dekret aus Rom weiter? Hat Südtirol weiter andere Regeln als jene, die im übrigen Staatsgebiet gelten?

Landeshauptmann Kompatscher sagte: „Die Verlegung der Ausgangssperre auf 23 Uhr ziehen wir mit. Sie wird auch in Südtirol gelten“ – und zwar ab Mittwoch, 19. Mai. Außerdem neu: Ab 1. Juni soll der Zugang zur Innengastronomie ohne Corona-Pass möglich sein. „Damit ist die Regelung gleich wie im übrigen Staatsgebiet. In Südtirol war die Bewirtung in Lokalen dank des Corona-Passes früher möglich.“ In einzelnen Bereichen wolle man in Südtirol aber weiterhin den Pass nutzen: „zum Beispiel bei Hochzeiten und größeren Veranstaltungen“, sagte der Landeshauptmann.

Auch Chorproben, solche von Musikkapellen und Theaterbesuche sollen weiterhin an den Corona-Pass geknüpft bleiben. „Das wird in den nächsten Tagen im Detail definiert. Das setzen wir ein, um eine erhöhte Sicherheit beim Event zu haben und um Leute zu motivieren, sich testen zu lassen.“

Kompatscher nahm auch Bezug auf die Ankündigung aus Rom, den Green Pass mit der ersten Impf-Dosis anwenden zu wollen. Er bewertete das positiv: „Das macht die Impfung mit AstraZeneca in dieser Phase attraktiv. Wir würden das begrüßen. Das macht uns als Urlaubsland attraktiver: etwa für Leute, die bereits eine Impfung erhalten haben.“ Auch Sicherheitsbedenken wischte der Landeshauptmann beiseite: „Nach der Erstimpfung ist der Schutz bereits relativ hoch.“

kn

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