Mittwoch, 20. Juni 2018

Südtiroler Hilfsgüter in Syrien angekommen

Seit dem Jahr 2014 hat das Land Südtirol zehn Hilfsprojekte in Syrien mitgetragen. Zusätzlich hat Südtirol im April dieses Jahres 40.000 Euro zur humanitären Unterstützung von Familien im Kriegsgebiet in Nordsyrien bereitgestellt.

Die Hilfsgüter des Landes Südtirol sind in Syrien angekommen. - Foto: LPA
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Die Hilfsgüter des Landes Südtirol sind in Syrien angekommen. - Foto: LPA

Not leiden vor allem die Menschen, die in Afrin, einer Stadt im syrischen Kurdistan an Ort und Stelle verblieben sind. Aufgrund der türkischen Angriffe waren rund 300.000 Bewohner dieses Kriegsgebiets in die Flüchtlingslager von Shabba geflohen.

Notwendige Hilfsgüter sind angekommen

In den vergangenen Tagen sind die Hilfsgüter ans Ziel gelangt. Dazu zählen Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und Produkte von dringender Notwendigkeit. Die Lieferung und Verteilung verantworten die Hilfsorganisationen  „Gesellschaft für bedrohte Völker“ und „Kurdischer Roter Halbmond.“ Die Nachricht über die Ankunft der Hilfsgüter trifft mit dem  heutigen Weltflüchtlingstag (20. Juni) zusammen.

Recht auf Freiheit, Sicherheit und Autonomie

Das Land trägt damit einen dem Beschlussantrag des Landtags von 2016 Rechnung, in dem Kurden und anderen Volksgruppen der Region Rojava das Recht auf Freiheit, Sicherheit und Autonomie zuerkannt wird, zum anderen entspricht sie einem Beschlussantrag, der zu Maßnahmen auf humanitärer Ebene auffordert.

„Es braucht in der Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein dafür, warum sich Millionen von Menschen dazu gezwungen sehen, ihre Länder zu verlassen – vor allem sind dies kriegerische Konflikte“, sagt dazu die Direktorin im Landesamt für Kabinettsangelegenheiten, Judith Notdurfter.

lpa/stol

stol