Dienstag, 29. Oktober 2019

Südtiroler Initiative fordert Doppelpass – SVP gespalten

Eine Initiative aus Südtirol, die unter anderem von Mandataren der Südtiroler Volkspartei (SVP) unterstützt wird, hat einen Brief an den Österreichischen Außen- und Innenminister verfasst. Während Philipp Achammer die breite Initiative mitträgt, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher diese nicht unterzeichnet.

Eine Südtiroler Initiative macht aufgrund des Doppelpasses Druck.
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Eine Südtiroler Initiative macht aufgrund des Doppelpasses Druck. - Foto: © Shutterstock

Die Südtiroler ersuchen um ein Treffen, um „das weitere Vorgehen bei der Umsetzung der Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft zu besprechen“, berichtete die Tiroler Tageszeitung in der Dienstags-Ausgabe.

Das Vorgehen werde von Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) nicht unterstützt, auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sei nicht eingeweiht, hieß es in dem Bericht.

Achammer und Noggler führen Initiative an

Dagegen werde die Initiative neben Vertretern Südtirols aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft,

Traditionsverbänden und der Kirche auch vom Landtagspräsidenten Sepp Noggler (SVP) und SVP-Parteiobmann Philipp Achammer getragen. Elf der 15 SVP-Mandatare im Landtag sprechen sich dafür aus.

Vorschlag für eine Doppelstaatsbürgerschaft gefordert

Die Verfasser des Briefes nahmen einen Entschließungsantrag der österreichischen Vorgängerregierung zum Anlass. Demnach sollen Innenminister Wolfgang Peschorn und Außenminister Alexander Schallenberg mit ihren italienischen Ministerkollegen und weiteren Vertretern Südtirols in bilaterale Gespräche eintreten, um einen Vorschlag für eine Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler vorzulegen.

Dieser solle jedoch zuerst mit Südtirol „einvernehmlich“ abgeklärt werden, „sodass Italien in der Folge über die konkreten Maßnahmen informiert werden kann“, zitierte die „TT“ aus dem Schreiben.

stol/apa