Um die Jugendarbeitslosigkeit in Italien zu bekämpfen, müssten junge Arbeiter die Möglichkeit haben, in der Schule und im Betrieb zu lernen. "Im Arbeitsausschuss des Senates ist es erfreulicherweise gelungen, die ursprüngliche Fassung des Dekretes zu verbessern. Wir konnten z.B. die Pflicht für Betriebe abschaffen, höchstens 20 Prozent der Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsvertrag anstellen zu dürfen", erklärt der Senator.Die Pflicht bei Übertretung der 20-Prozent-Klausel das Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit umzuwandeln, sei mit einer Geldstrafe ersetzt worden. "Diese Maßnahme erachten wir jedoch weiterhin als zu restriktiv und nicht im Sinne der Beschäftigungsförderung", kritisiert Berger."Sehr positiv ist hingegen, dass es bereits in der Arbeitskommission des Senates gelungen ist, die saisonalen Lehrverträgen und das duale Ausbildungssystem wieder einzuführen. Die Regierung hat das Südtiroler Lehrlingsmodell als Erfolgsmodell anerkannt und sich die der Forderung zu Eigen gemacht, die dann in den Gesetzestext eingeflossen ist." Saisonale Lehrverträge, die die Fornero- Reform abgeschafft hatte, seien nun wieder zulässig und zwar dort, wo die Lehre dual aufgebaut sei, wie in Südtirol. Berger, der als Mitglied der Arbeitskommission das Arbeitsdekret mitgestalten hat, hat abschließend die Ja-Stimme der Autonomiegruppe zur Regierung und zum Dekret angekündigt. "Ich hoffe sehr, dass die Mehrheitsparteien und insbesondere der PD, die dieser Maßnahme im Senat zugestimmt haben, auch in der Abgeordnetenkammer den Text ohne Änderungen gutheißen, damit dieser in Kraft tritt."