Mittwoch, 22. Juni 2016

Südtiroler stellen öffentlichem Dienst positives Zeugnis aus

Südtirols Bürger sind großteils zufrieden mit dem öffentlichen Dienst. Dies geht aus einer ASTAT-Studie hervor, die anlässlich des Welttages des öffentlichen Dienstes, der am Donnerstag stattfindet, veröffentlicht wurde.

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Foto: © shutterstock

"Öffentlich Bedienstete stehen, wie es der Name sagt, im Dienste der Bürger und der Allgemeinheit, ihre Aufgaben sind mit einer besonderen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft verbunden. Sie machen die Verwaltung handlungsfähig, und von der Qualität ihrer Leistungen hängt auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Institutionen ab", betonte Personallandesrätin Waltraud Deeg anlässlich des Welttages des öffentlichen Dienstes.

Laut einer akutellen ASTAT-Umfrage sei das Vertrauen in die öffentliche Verwaltung mit rund 80 Prozent durchaus hoch.

Jeder 2. Südtiroler wendet sich an Meldeamt 

Im Laufe eines Jahres wendet sich fast jeder 2. Südtiroler an ein Meldeamt, 2 von 3 Einwohnern gehen auf ein Postamt und 3 von 4 beanspruchen die Schalterdienste in der Bank. 17.000 Personen werden pro Quartal im Krankenhaus aufgenommen.

Mit der Krankenpflege sind 96 Prozent zufrieden, die ärztliche Betreuung bewerteten 94 Prozent als positiv.

Allerdings, so die Landesrätin, stehe das Personal der öffentlichen Verwaltungen auch unter dem Druck verschiedener Entwicklungen: "Wo uns Sparmaßnahmen zu Stellenabbau zwingen, sinkt die Zahl der Nachwuchskräfte und die Arbeitsbelastung steigt. Auch steht die Attraktivität der Verwaltung als Arbeitgeber längst in Konkurrenz mit jener der Privatwirtschaft. Es ist daher mehr denn je wichtig, dass wir als Verwaltung eine angemessene Entlohnung, mehr Wertschätzung, attraktive Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten können."

Dies versuche man derzeit im Rahmen der Verhandlungen zum bereichsübergreifenden Kollektivvertrag zu erzielen.

"Attraktive Arbeitsplätze schaffen"

Derzeit gibt es in Südtirol 47.437 Vollzeitstellen im öffentlichen Dienst. Diese Zahl umfasst neben der Landesverwaltung auch Mitarbeiter des Sanitätsbetriebes, der Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, Sozialdienste und Fürsorgekörperschaften sowie jene des Wohnbauinstitutes, der RAS, der Handelskammer und Verkehrsämter von Bozen und Meran, jene von Region und Landtag sowie rund 10.000 Mitarbeitende staatlicher Betriebe und Einrichtungen, Polizeikräfte und Militär. Die Südtiroler Landesverwaltung umfasst derzeit 18.418 Vollzeitstellen, davon über 14.000 im Bereich Bildung und rund 4.300 im Bereich Verwaltung.

Weniger als die Hälfte des Verwaltungspersonals arbeitet in den zentralen Landesämtern in Bozen, die restlichen verteilen sich auf dezentrale Einrichtungen wie Straßendienst, Forst, Grundbuch, Kataster, Arbeitsämter, Berufsfeuerwehr, Bezirksämter der Landwirtschaft, Versuchsanstalt Laimburg und Hilfskörperschaften des Landes.

stol/lpa

stol