„Bereits durch die Benennung hat der Konvent jedweden Anspruch als Zukunftsforum für unser Land verspielt. Der Konvent ist eine Lobhudelei auf unsere Autonomie, welche andere Zukunftsszenarien von vornherein ausschließt.“ schreibt der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder in einer Aussendung der BürgerUnion.Südtirols Zukunft ende jedoch nicht mit der Autonomie, vielmehr beginne sie mit ihr. „Die Autonomie hat uns unser bisheriges Überleben als Sprachgruppe gesichert. Nun ist es an der Zeit, über den Tellerrand zu schauen und sich auf neue Wege zu begeben. Wir fordern eine Zukunft Südtirols in einer Freien Europaregion Tirol. Einem von der SVP gewünschten Verbleib bei Italien können wir nichts abgewinnen“, erklärt Dietmar Zwerger von der BürgerUnion.Beängstigend sei, wenn bereits während der Vorbereitungsphase des Autonomiekonvents an den grundlegenden Säulen derselben gesägt und in der offiziellen Broschüre die Abschaffung des Proporzes nahegelegt werde. „Der Proporz stellt eine tragende Säule der Autonomie dar. Wenn nun bereits im Rahmen der Vorbereitungen auf den Autonomiekonvent die Abschaffung des Proporzes gewünscht wird, wie weit wird es erst auf dem Konvent gehen? Wo soll solch ein Konvent Südtirol hinführen“, schreiben Pöder und Zwerger.Unter diesen Voraussetzungen könne man den Konvent gleich in ‚Anti-Südtirol-Konvent‘ umbenennen oder noch besser, ihn gleich absagen, schreibt die BürgerUnion.„Die BürgerUnion wird sich jedenfalls nicht an der Sezierung unserer Autonomie und an die Errichtung einer Sackgasse für Südtirol beteiligen“, schließen Pöder und Zwerger die Aussendung und erneuern ihre Forderung zur Gründung einer Freien Europaregion Tirol.