Mittwoch, 08. Februar 2017

Südtirols Rathäuser im Sekretärs-Notstand

Sekretärs-Notstand in Südtirols Rathäusern: In einem Drittel der Gemeinden betreut der Sekretär bereits eine zweite oder dritte Gemeinde mit. Wettbewerbe gehen leer aus. Pensionisten helfen über die Runden. „Das Problem wird immer größer“, so Landesrat Arnold Schuler.

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Foto: © shutterstock

Keine Gemeinde darf ohne Sekretär/in sein: Grund dafür, weshalb jene von Martell dort noch die Stellung hält, obwohl sie schon im Sommer 2015 gekündigt hat.

„Wir haben sie gebettelt, zu bleiben“, so Bürgermeister Georg Altstätter. Kein Sekretär aus den Nachbarorten will Martell mit betreuen; eine Stellenausschreibung ging leer aus.

Martell ist kein Einzelfall. Landauf-, landab werden händeringend Gemeindesekretäre gesucht. Besonders prekär ist die Situation in kleinen Gemeinden. Aber auch in größeren wie z.B. Dorf Tirol ging die erste Stellenausschreibung leer aus.

Momentan sind 8 Posten vakant, 2 weitere kommen mit Niederdorf und Ritten bald dazu. Dass 32 Gemeinden sich mittlerweile ihren Sekretär mit einer anderen teilen, ist ebenfalls Ausdruck des Personalmangels.

„Und 2018 steht uns mit der Pensionierung von 8 bis 10 Sekretären ein weiterer Aderlass bevor“, sagt der Vorsitzende des Verbandes der Gemeindesekretäre, Karl Elsler.

bv

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol