Diese Enttäuschung werde so schnell nicht vergehen. Einen Rücktritt fasse er derzeit aber noch nicht ins Auge. Zuerst müsse man abwarten, ob das Wahlgesetz am Ende in der Abgeordnetenkammer definitiv verabschiedet werde. Der Bezirksausschuss werde sich im Oktober zusammensetzen und eine Entscheidung treffen. „Ich stehe zu meinen Aussagen – und Kohärenz ist mir wichtig“, betont Mayr. Dass das Unterland zusammenbleibe und auch in Zukunft einem deutschsprachigen Kandidaten bei Senatswahlen eine Stimme geben könne, sei ein Trostpflaster. Zu begrüßen sei, dass auch Branzoll mit zum Wahlkreis Meran (Burggrafenamt-Vinschgau) wechsle. „Und auch Pfatten ist herzlich willkommen“, meint Mayr.<BR /><BR />Der Bürgermeister von Truden, <b>Michael Epp</b>, lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er im Bezirksausschuss zurücktreten wird, sollte die SVP für dieses Gesetz stimmen: „Ich stehe zu dem, was im Bezirksausschuss gesagt worden ist. Ich bin über das Abstimmungsergebnis im Senat enttäuscht. Dank der Proteste im Unterland – nicht nur der SVP, auch der anderen Parteien und der Schützen – ist es wenigstens gelungen, das gesamte Unterland zusammen zu halten – sogar mit Pfatten und Branzoll. Das hätte ich nicht erwartet. Das muss man den Senatoren bzw. Parlamentariern zugute halten. Nichtsdestotrotz lassen wir damit die deutschsprachigen Wähler in Bozen und Leifers im Stich – und umgekehrt die italienischen Wähler aus dem Unterland.“ Der Wahlkreis sei zu Gunsten von Alessandro Urzí zurechtgerückt worden – „und wir haben dies als Partei unterstützt “, kritisiert Epp.<BR /><BR />Der Bozner Vizebürgermeister <b>Stephan Konder</b> meint: „Wir haben alle gehofft auf das Weiterbestehen des aktuellen Wahlkreises in dieser Form. Es war aber nicht mehr machbar. Nolens volens musste man diese Lösung akzeptieren, um die internationale Verankerung für die Sitze in der Abgeordnetenkammer zu gewährleisten. Die deutschsprachigen Wähler in Bozen und Leifers – etwa ein Viertel der Bevölkerung – werden aber weiterhin ein wichtiges Element sein und autonomiefreundliche Kandidaten unterstützen.“ <BR /><BR />Der Leiferer Bürgermeister <b>Giovanni Seppi</b> betont, dass es „schwierig bis unmöglich ist, das künstliche Zurechtschneiden eines Wahlkreises den Wählern zu vermitteln. Der Wahlkreis in der bisherigen Form sei ein Zeichen von friedlichem Zusammenleben gewesen. <BR /><b><BR />Elmar Oberhofer</b>, Bürgermeister von Pfatten, sagt: „Zumindest wurde ein kleiner Kompromiss erzielt. Im Wahlkreis Meran können wir auch einen deutschsprachigen Kandidaten wählen.“<BR /><BR /><BR /><BR /><?O_Fett><?_O_Fett>