Montag, 03. Oktober 2016

SVP Eppan fordert Pillhof-Tunnel

Kürzlich hat sich eine Delegation der SVP Eppan mit Landeshauptmann Arno Kompatscher getroffen. Im Mittelpunkt der Aussprache stand die Forderung, das akute Verkehrsproblem im Bereich Pillhof mit einer Tunnel-Variante zu lösen.

Die Pillhof-Kreuzung auf der Route Bozen-Überetsch sorgt immer wieder für Stau, auch kommt es hier immer wieder zu Unfällen. - Foto: Screenshot/Google Maps
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Die Pillhof-Kreuzung auf der Route Bozen-Überetsch sorgt immer wieder für Stau, auch kommt es hier immer wieder zu Unfällen. - Foto: Screenshot/Google Maps

Beim Treffen mit Landeshauptmann Kompatscher brachte die Eppaner SVP-Delegation nochmals zum Ausdruck, wie notwendig der Tunnel Pillhof für das Überetsch sei.

Im „Baulos 3“ der Metrobusvorzugsspur ins Überetsch sieht das aktuelle Projekt eine Unterführung an der Kreuzung Pillhof vor, darüber soll die Kreuzung nach Frangart und Unterrain sowie die Haltestelle des Metrobusses Platz finden. Dieses Projekt steht in der Kritik der SVP Eppan.

"18 - 24 Monate Bauphase zu lang"

Das Argument der Überetscher ist, so erklärte SVP-Koordinierungsobmann Christoph Granaudo, vor allem die lange Bauphase, die mit zirka 18 bis 24 Monaten berechnet wird. „In dieser Zeit werden die Verkehrsbehinderungen für Fahrgäste, darunter vor allem Pendler und Gäste, unzumutbar sein“, unterstrich auch Bezirksobmann Christoph Perathoner das Problem für das gesamte Überetsch. Auch bleibe das enge Nadelöhr am Ansitz Pillhof weiter behindernd.

Die Tunnellösung, für die sich die SVP Eppan stark macht, würde eine parallele Ausführung und vor allem ein unbehindertes Fahren ins und aus dem Überetsch ermöglichen.

Kompatscher: "Bahnlinie habe mehr Potential"

Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm sich viel Zeit, um mit der Delegation die Argumente zu analysieren, die für die von der SVP Eppan gewünschte Tunnel-Lösung sprechen. Er ging aber auch im Detail auf alle Gegenargumente ein.

Dabei brachte der Landeshauptmann zum Ausdruck, dass auch für ihn eine Tunnel-Variante gerade in der Zukunftsperspektive, wie beispielsweise für die eventuelle Errichtung einer Bahnlinie, mehr Potential habe.

Für die Eppaner und Kalterer Wirtschaft sei es unverzichtbar, dass eine reibungslose Anbindung ans Überetsch verwirklicht wird, bereits heute sei das Verkehrsaufkommen für die Gewerbetreibenden belastbar und teuer, unterstrich der Vorsitzende des SVP-Wirtschaftsausschusses Reinhard Zublasing.

Auch die Kalterer SVP Wirtschaft habe sich für die Tunnel-Variante stark gemacht. Gerade für die Tourismushochburgen Eppan und Kaltern sei eine staufreie Fahrt für die Gäste unverzichtbar, betonte Eppans Tourismus-Präsident Philipp Waldthaler.

Optimale Lösung muss gefunden werden

Der Landeshauptmann versprach, gemeinsam mit Landesrat Florian Mussner das Projekt aufmerksam zu bewerten und die beste Variante fürs Überetsch zu finden. Es sei von gemeinsamem Interesse, eine optimale und nachhaltige Lösung für die Bürger und Gäste des Überetsch zu finden.

Kompatscher und Mussner brachten zum Ausdruck, dass die von der SVP Eppan vorgebrachten Argumente stichhaltig seien und diese von beiden auch in der Landesregierung entsprechend vorgebracht und argumentiert würden.

stol

stol