„Wir sind erleichtert darüber, dass die Republik Italien mit 1. September dieses Jahres weitere 25 von Südtirolern in Österreich erworbene Studientitel anerkennt, vor allem aber hoffen wir, dass künftig Anerkennungsverfahren schneller abgewickelt werden können", erklärt Pichler Rolle.Immerhin sei das neue Fach Wirtschaftswissenschaften an der Innsbrucker Universität bereits mit dem Studienjahr 2007 eingeführt worden, aber erst jetzt, fünf Jahre später, sei klar, dass dieses Studium in Italien anerkannt wird. Dabei würden pro Jahr allein in Innsbruck 500 Südtiroler dieses Fach belegen. Auch in anderen Fächern sei viel zu lange Zeit bis zur Ankündigung der Anerkennung verstrichen. „Das war eine enorme Geduldsprobe für unsere Studierenden, weil diese nicht wussten, ob sie sich nach ihrem Abschluss in Italien und in Südtirol an öffentlichen Wettbewerben beteiligen können oder nicht. Es ist klar, dass bei einer solchen Ausgangslage viele junge Südtiroler sich im Ausland nach anderen Möglichkeiten umgesehen haben." Die Gefahr des Talente-Schwundes in Südtirol würde dadurch deutlich erhöht.Verfahren beschleunigen Die Anerkennung von Studientiteln sei ein dauerhafter Prozess, der mit der Veränderung der Studienrichtungen immer wieder neu verhandelt werden müsse. „Wir sind dem österreichischen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle für dessen Bemühungen sehr dankbar, wir müssen aber alle gemeinsam nach Wegen suchen, um diese Verfahren in Zukunft wesentlich zu beschleunigen, denn es ist Studierenden kaum zumutbar, dass sie fünf Jahre lang nicht wissen, ob ihr Studientitel anerkannt wird oder nicht." Zudem müsse auch über die Anerkennung von Fachschul-Abschlüssen intensiver diskutiert werden, so Pichler Rolle.