2006 trat die SVP zur Parlamentswahl im Bündnis mit Romano Prodi an und landete mit sieben Sitzen einen Sieg.Da die Mehrheiten von Prodis Mitte-Links-Regierung im Senat jedoch knapp waren, musste die SVP viele unpopuläre Entscheidungen mittragen. 2008 machte man es deshalb ganz anders und trat alleine vor die Wähler: „Als Partei der Mitte und einer Minderheit stehen wir in Rom außerhalb der Blöcke“, lautete das Credo.Jetzt stehen die Zeichen aber wieder auf Partnersuche für Rom. „Ich war selbst einer, der die Blockfreiheit damals überzeugt mitgetragen hat“, sagt Obmann Theiner. Unter der Regierung Monti seien aber „Umstände“ eingetreten, die man sich vor zwei Jahren nie hätte träumen lassen. „Ob Geld oder Zuständigkeiten: Jeden Tag wird den autonomen Regionen etwas abgezwackt“, meint Theiner. Jedes zweite Gesetz des Landes werde angefochten. Dagegen wehre man sich vor dem Verfassungsgericht und im Schulterschluss mit anderen Regionen.Die Regierung Monti habe die SVP aber gelehrt, dass die „Zeiten der Blockfreiheit vorbei“ seien, sagte Theiner gestern im SVP-Ausschuss. „Derzeit sitzt die SVP in Rom zwischen allen Stühlen und zählt Null“, so Theiner. Gehe die SVP bündnisfrei in die Wahl, so setze sich diese Bedeutungslosigkeit fort. Fazit: „Wir brauchen einen starken Partner, der in der ersten Reihe spielt, um unsere Interessen als Minderheit zu wahren.“__________________________________________________Mehr dazu lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten"