Weihnachten ist das Fest des Schenkens. Dies aber scheint nicht bei allen Gemeindeverwaltern in der SVP angekommen zu sein. Obwohl man in der Brennerstraße seit Monaten Anstrengungen unternimmt, die Parteiabgaben einzutreiben, sind noch immer 100.000 Euro ausständig. Bei den meisten Säumigen handelt es sich um Wiederholungstäter. „Die Liste ist für mich ein Déjà-vu-Erlebnis, weil sich die meisten Betroffenen auch schon vor der Gemeindewahl 2010 auf unserer Liste befanden – und damals war ich Parteisekretär“, sagt Obmann Philipp Achammer.Dies sei „höchst bedauerlich“, denn schließlich hätten sich alle vor ihrer Wahl zum Bürgermeister bzw. Gemeindereferenten schriftlich verpflichtet, einen Obulus an die Partei abzuführen. Dabei ist die Zahlungsmoral je nach Bezirk überaus unterschiedlich. Aus dem kleinen Unterland fehlen nur 1500 Euro. Mit angeblich rund 50.000 Euro geht hingegen fast die Hälfte der Ausfälle auf das Konto des SVP-Bezirkes Pustertal, zu dem auch das Gadertal zählt.Sofern Parteiabgaben von Verwaltern nicht berappt werden, die im Mai erneut bei der Gemeindewahl antreten wollen, hat die Partei ein Druckmittel. „Der Zahlungstermin 31. Dezember ist endgültig. Wer bis dahin nicht zahlt, kommt nicht mehr auf die Liste“, so Achammer._______________________________________________________________Mehr zu dem Druckmittel der Partei erfahren Sie in der Wochenendausgabe des Tagblatts „Dolomiten“.