Montag, 11. Mai 2015

SVP muss Blüten lassen: Sechs Bürgermeister weniger

Einige Gemeinden warteten am frühen Montagmorgen noch auf ihre Ergebnisse – trotzdem war schon bald klar: Was die Sessel der Ersten Bürger anbelangt, musste die SVP bei diesen Wahlen herbe Verluste einstecken.

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2010 errang das Edelweiß 101 der 109 Bürgermeister-Sessel, die am vergangenen Sonntag wieder besetzt werden sollten. „Ergebnis halten“, lautete die offizielle Devise des Edelweißes für diese Wahlen. Ein Vorhaben, das nicht gelingen sollte.

Denn bereits am Morgen, bei noch laufender Auszählung in einigen Gemeinden, war klar: Andere Listen haben der SVP in gar einigen Gemeinden den Rang abgelaufen.

In sieben Gemeinden hat die SVP den Bürgermeister-Sessel verloren: in Sterzing, Niederdorf, Freienfeld, Prad, Natz-Schabs, Wolkenstein und Innichen.

Messner holt sich Sterzing

Heiße Wahl in Sterzing: Unterm Zwölferturm trat Bürgermeister Fritz Karl Messner zum ersten Mal mit einer Bürgerliste an – und blieb an Sterzings Spitze. SVP-Kandidat Thaler hatte das Nachsehen.

Auch Innichen wird ab sofort von einem Bürgerlisten-Bürgermeister regiert – genauer einer Bürgerlisten-Bürgermeisterin: Rosmarie Burgmann setzte sich gegen den amtierenden Bürgermeister Werner Tschurtschenthaler durch. Ähnliches Szenario in Natz-Schabs: Dort regiert nun Andreas Unterkircher (Bürgerliste).

Niederdorf: Ex-SVPler wird Bürgerlisten-Bürgermeister

In Niederdorf setzte sich Kurt Ploner von Niederdorf bewegen an die Spitze, in Freienfeld zieht Peter Faistnauer von der Bürgerliste ins Büro des Bürgermeisters ein, in Prad Karl Bernhart (Gemeinsam für Prad) und in Wolkenstein stellt mit Rolando Demetz die Lista Civica Selva den Ersten Bürger.

SVP gewinnt Salurn dazu

Einen Bürgermeistersessel dazugewinnen konnte die SVP lediglich in Salurn: Dort setzte sich Roland Lazzeri durch.

stol

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