Samstag, 30. Mai 2015

SVP-Ortsobleute-Klausur: Volle Rückendeckung für Parteiführung

Die von Parteiobmann Philipp Achammer bei der Klausursitzung in Andrian gestellte "Vertrauensfrage" beschert ihm die Einstimmige Rückendeckung der Ortsobleute.

Parteiobmann Philipp Achammer (von links), Landeshauptmann Arno Kompatscher, Parteiobmannstellvertreterin Angelika Wiedmer und Parteiobmannstellvertreter Zeno Christanell stellten sich den Fragen und Kritiken der Ortsobleute. (Foto: SVP)
Badge Local
Parteiobmann Philipp Achammer (von links), Landeshauptmann Arno Kompatscher, Parteiobmannstellvertreterin Angelika Wiedmer und Parteiobmannstellvertreter Zeno Christanell stellten sich den Fragen und Kritiken der Ortsobleute. (Foto: SVP)

„Heute haben die Ortsobleute das Wort“, so eröffnete Parteiobmann Philipp Achammer am Samstag die SVP-Klausur in Andrian. „In den vergangenen Wochen haben die Medien sehr viel analysiert und kommentiert. Nun werden wir die Wahlergebnisse ganz offen und sachlich diskutieren.“

Die Ortsobleute waren sich einig, dass das Abschneiden der Partei nicht schlechter geredet werden dürfe, als es ist.

Philipp Achammer stellte dennoch die „Vertrauensfrage“: Einstimmig sicherten die Ortsobleute der Parteiführung ihre volle Rückendeckung für die anstehende programmatische und strukturelle Parteireform zu.

Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher erhielt für seine Ausführungen mehrmals lautstarken Applaus.

"Der Verlust von acht Bürgermeistern schmerzt"

„Wir haben unser Wahlziel nicht erreicht“, sagte Philipp Achammer. „Wir wollten das Ergebnis von vor fünf Jahren halten. Aber schon früh hat sich gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen geändert haben.“ Zufrieden könne man nicht sein, aber von einem „respektablen Ergebnis“ dürfe dennoch gesprochen werden, schließlich gingen lediglich 1,77 Prozent der Stimmen verloren. „Der Verlust von acht Bürgermeistern schmerzt aber doch.“

 

Einige der SVP-Ortsobleute im Vereinshaus von Andrian (Foto: DLife).

Landessekretär Manuel Massl stellte gemeinsam mit Parteiobmannstellvertreter Zeno Christanell die Wahlergebnisse vor. „Wir brauchen uns nicht unter Wert verkaufen“, erinnerte Philipp Achammer an den Stimmenanteil von 54,5 Prozent, der bei den Gemeindewahlen erreicht wurde. Die Südtiroler Volkspartei stelle nun 99 von 116 Bürgermeistern und insgesamt 1.231 Gemeinderäte – dies könne ohne weiteres mit Selbstbewusstsein hinausgetragen werden.

"SVP ist demokratischer, als viele glauben oder schreiben“

„Die SVP ist demokratischer, als viele glauben oder schreiben“, betonte Philipp Achammer. Man werde auch weiterhin auf Subsidiarität setzen: „Die Ortsgruppen haben das Gefühl für die Probleme in den Gemeinden, sie sind die politischen Entscheidungsgremien vor Ort; sie haben im Wahlkampf frei über Kandidaten und Programme entschieden – und sie werden auch in den nächsten fünf Jahren vor Ort die Entscheidungen treffen.“

„Wir werden jetzt die Parteireform durchziehen“, sagte Achammer. „Die strukturellen Veränderungen werden uns helfen, dass sich die Ortsgremien in Zukunft weniger mit Interna und wieder mehr mit der eigentlichen politischen Tätigkeit beschäftigen.“ Es brauche aber auch „etwas mehr Offenheit für interessierte Bürger, die mitarbeiten wollen“; dies entspreche ja den Grundwerten der Sammelpartei. Außerdem müsse die SVP ihr Profil stärken – und diesbezüglich auch „mehr Kante zeigen“.

stol