„Wir setzen weiterhin auf die Mitbestimmung unserer Mitglieder“, so SVP-Obmann Richard Theiner. Unabhängig vom Termin werde es bei den nächsten Parlamentswahlen parteiinterne Vorwahlen zur Ermittlung der SVP- Kandidaten geben. „Des Weitern räumen wir den Ladinern auf der Kandidatenliste der Abgeordnetenkammer den dritten Listenplatz ein und geben ihnen somit die reelle Chance, demnächst einen Ladiner-Vvertreter nach Rom zu entsenden“, erklärte der SVP-Obmann. Ein eigener ladinischer Abgeordneter oder eine Abgeordnete sei mehr als erwünscht und eine Bereicherung für die SVP-Vertretung in Rom. Mit den Vorwahlen will die SVP an die guten Erfahrungen bei den EU-Wahlen 2009 und bei den Gemeinderatswahlen 2010 anknüpfen. „Unsere Leute sollen mitreden können“ „Unsere Leute sollen entscheiden können, wer für sie kandidieren soll, und somit bei der Nominierung der Kandidatinnen und Kandidaten für Rom ein entscheidendes Wort mitreden“, so Theiner. „Somit werden bei den kommenden Parlamentswahlen die über 51.000 SVP-Mitglieder ihre Stimme abgeben können.“In der Wahlordnung wird die Vorgangsweise bei der Kandidatennominierung im Detail definiert. Eine landesweite Vorwahl soll es für die Abgeordnetenkammer geben, wobei in Ladinien ein eigener Kandidat gewählt wird. Auch sollen die Kandidaten für die Senatswahlkreise Brixen und Meran im Rahmen von Vorwahlen innerhalb der Wahlkreise von den SVP-Mitgliedern ermittelt werden. Keine Vorwahlen im Senatswahlkreis Bozen Von Vorwahlen ausgenommen werden müsse der Senatswahlkreis Bozen, bedauerte Theiner. „Für diesen Wahlkreis muss in erster Linie mit möglichen Bündnispartnern über eine Kandidatur verhandelt werden“, betonte Theiner. „Wir setzen auf einvernehmliche Lösungen und wollen die SVP-Ortsgruppen und Bezirksleitungen in die Entscheidungsfindung einbinden.“ Da diesbezüglich am Montag keine Entscheidung zur definitiven Vorgangsweise getroffen werden konnte, wurde die Abstimmung von Artikel 5 der „Wahlordnung zur Nominierung der Kandidaten für das römische Parlament“ auf die nächste Sitzung des Parteiausschusses vertagt. Bis dahin sollen die Bezirke Bozen und Unterland einen einvernehmlichen Vorschlag vorlegen.