Ob es am Donnerstag - im Zuge der ersten Gemeinderatssitzung - schon zur offiziellen Ankündigung der Regierungskoalition kommt, ist im Moment unklar. Bürgermeister Moroder dürfte das "Herwärtsschauen" der SVP aber begrüßen, ging man bei der Einheitsliste immer von einer einheitlichen und parteiübergreifenden Zusammenarbeit für die Gemeinde aus. Dennoch will die SVP ihre Position - trotz Wahlniederlage - gesichert sehen. "Die SVP ist sich bewusst, dass sie mit 40 Prozent der Stimmen zum Wohle der Bevölkerung von St. Ulrich Mitverantwortung tragen muss, was auch seitens der Wählerschaft großteils signalisiert wurde", heißt es von SVP-Ortsobmann Silvio Stuflesser. Klingt nach einer Einladung mit forderndem Unterton. Nach einem informellen Treffen der beiden stärksten Parteien hat sich die SVP von St. Ulrich einstimmig dafür ausgesprochen, mit der Einheitsliste in Koalitionsverhandlungen zu treten. Grundvoraussetzung sei aber ein gemeinsames Regierungsprogramm, so Ortsobmann Silvio Stuflesser. Gleichzeitig solle es um die Aufteilung der Sachgebiete und Verantwortungsbereiche sowie um Personalfragen gehen. Ob man sich mit Bürgermeister Tobia Moroder und den Seinen einig wird, könnte sich bereits am Donnerstag zeigen. stol/ker