Donnerstag, 31. März 2022

Wiedmer: „Ich klage gegen das Buch, weil ich erwarte, dass Justiz durchgreift“

Die Ereignisse der vergangenen Wochen hätten sie dazu bewogen, ihren Rücktritt als stellvertretende SVP-Obfrau einzureichen, betont Angelika Wiedmer. „Ich kann mit gutem Gewissen behaupten mich niemals der Partei und der Menschen bedient zu haben. Auch habe ich alle meine Wahlkampfkosten bei den Landtagswahlen 2018, entgegen Behauptungen, selbst bezahlt.“ Die aktuelle Situation sei aber sehr belastend. Zudem äußert sie ihren Unmut darüber, dass Christoph Perathoner gehen soll.

Angelika Wiedmer: „Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, mich niemals der Partei und der Menschen bedient zu haben. Auch habe ich alle meine Wahlkampfkosten bei den Landtagswahlen 2018, entgegen denBehauptungen, selbst bezahlt.“ - Foto: © zö

„Die Geschehnisse in den letzten Wochen rund um die Veröffentlichung des Buches ,Freunde im Edelweiß', aber auch die Involvierung meiner Person in diesem Zusammenhang hat mich in eine Lage versetzt, welche mich sehr belastet und welche mit meiner Wertehaltung und meinen
Grundprinzipien von Ethik und Moral nicht mehr vereinbar sind“, betont die SVP-Vizeobfrau Angelika Wiedmer in einem Schreiben.

Sie könnte mit gutem Gewissen behaupten, sich niemals der Partei und der Menschen bedient zu haben. „Auch habe ich alle meine Wahlkampfkosten bei den Landtagswahlen 2018, entgegen den
Behauptungen, selbst bezahlt“, so Wiedmer.


Ich hätte nie gedacht, dass man mit Lügen in der Öffentlichkeit soweit kommen kann und zudem einiges darauf hindeutet, dass Parteikollegen die Initialzündung für das Buch gaben.
Angelika Wiedmer



„ Ich hätte nie gedacht, dass man mit Lügen in der Öffentlichkeit soweit kommen kann und zudem einiges darauf hindeutet, dass Parteikollegen die Initialzündung für das Buch gaben. Ich klage gegen das Buch, weil ich erwarte, dass die Justiz durchgreift und klar macht, dass Recht und Gesetz auch für Medien, Autoren und Journalisten gelten“, so Wiedmer.

Die derzeitige Situation in der SVP schmerze sie sehr, denn die SVP sei – und war ihr immer „ein großes Anliegen, ein wichtiger Pfeiler in meinem Leben und Grundlage für mein Tun und Handeln“.

„ Ich hatte während meiner Ehrenamtstätigkeit in der SVP viele positive Erlebnisse, tolle Persönlichkeiten kennengelernt und konnte als Bürgermeisterin von Mölten durch die SVP vieles bewirken“, schreibt sie weiter.

Es macht für mich keinen Sinn, wieso gerade Perathoner als Ehrenamtlicher das Bauernopfer sein soll.
Angelika Wiedmer


„Ein zentrales Anliegen war mir die Arbeit in der Gemeinde, für die Frauenpolitik und im Bezirk Bozen Stadt und Land, wo ich gemeinsam mit Bezirksobmann Christoph Perathoner den stärksten SVP-Bezirk aufbauen konnte. Perathoner hat viel gearbeitet und einen starken Rückhalt an der Basis“, so Wiedmer.

„Es macht für mich keinen Sinn, wieso gerade er als Ehrenamtlicher das Bauernopfer sein soll. Nach sehr reichlicher Überlegung und Gesprächen mit meiner Familie und dem engsten Freundeskreis habe ich nun beschlossen unwiderruflich und mit sofortiger Wirkung von allen meinen Funktionen auf allen Ebenen und in allen Gremien zurückzutreten, das habe ich am Dienstag dem Parteiobmann und Landeshauptmann bereits mitgeteilt.“

Alle Berichte zur Abhör-Affäre lesen Sie hier.

stol

Alle Meldungen zu:

Kommentare
Kommentar verfassen
Bitte melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben
senden
Hermann Santer
31. März 2022 07:38
Der Kuh sieht man es an: Sie schämt sich, neben dieser Person abgebildet zu sein...