Montag, 04. Juli 2016

SVP will um Geburtenabteilungen kämpfen

Die Leitung der Südtiroler Volkspartei hat am Montagnachmittag über den vorliegenden Vorschlag zum Landesgesundheitsplan sowie über die Aufrechterhaltung der Geburtenabteilungen diskutiert. SVP-Obmann Philipp Achammer brachte einen Beschlussvorschlag zur Abstimmung, welcher die bereits geäußerte Linie der Südtiroler Volkspartei bekräftigt, alles zu tun, um die Geburtenabteilungen aufrechtzuerhalten.

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Symbolfoto - Foto: © shutterstock

Bereits vor einigen Wochen hatte die SVP-Leitung die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Partei in der Landesregierung und in Rom beauftragt, die Voraussetzungen zur Aufrechterhaltung der Geburtenabteilungen zu schaffen.

"Es ist nicht die Aufgabe der Parteileitung zu bewerten, ob dies trotz der veränderten Rahmenbedingungen schlussendlich auch möglich sein wird", so Achammer. Unmögliches könne nicht möglich gemacht werden, wenn medizinische und sicherheitstechnische Vorgaben sowie Qualitätsstandards eingehalten werden müssten.

Der Antrag des SVP-Bezirkes Wipptal wurde nicht zur Abstimmung gebracht, jedoch wurde zusätzlich in den Beschlussvorschlag der Parteiführung mit aufgenommen, dass in jedem Falle die wohnortnahe Versorgung der schwangeren Frauen im Bezirk Wipptal gewährleistet werden müsse. "Zusätzlich braucht es für den Krankenhausstandort Sterzing endgültige Sicherheit und Klarheit. Die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Standortes müssen aufgezeigt werden", so der SVP-Obmann. Der Antrag der Parteiführung wurde schlussendlich bei einer Gegenstimme und fünf Stimmenthaltungen genehmigt.

Im Rahmen der Parteileitungssitzung stellte Landesrätin Martha Stocker auch den Expertenvorschlag für den Landesgesundheitsplan vor, welcher in den kommenden Wochen auf den verschiedenen Ebenen diskutiert werden soll. Dieser enthält unter anderem zentrale Vorgaben für die Entwicklung des Gesundheitswesens in Südtirol. Nach der Stellungnahme der Bezirke soll der Landesgesundheitsplan im Herbst noch einmal den Parteigremien zur Diskussion vorgelegt werden.

stol