Freitag, 02. Januar 2015

SVP will „weiterhin Volkspartei bleiben“

SVP-Obmann Philipp Achammer hat am Freitagvormittag gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher bei einer Medienkonferenz im Café Brennpunkt in Bozen einen politischen Ausblick auf das Jahr 2015 gegeben.

SVP-Landessekretär Manuel Massl (links) moderierte die Medienkonferenz der SVP zum politischen Jahresauftakt mit SVP-Obmann Philipp Achammer (Mitte) und Landeshauptmann Arno Kompatscher (rechts).
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SVP-Landessekretär Manuel Massl (links) moderierte die Medienkonferenz der SVP zum politischen Jahresauftakt mit SVP-Obmann Philipp Achammer (Mitte) und Landeshauptmann Arno Kompatscher (rechts).

„Wir wollen als Partei klare Kante zeigen: Die Menschen müssen wissen, wofür die SVP steht, wo sie morgen hin will und welche Vision sie für das Übermorgen für unser Land hat“, betont SVP-Obmann Achammer. 

Im Jahr 2015 gehe es vor allem darum, durch harte und konsequente Sacharbeit das Vertrauen wieder zurückzugewinnen. „Wir wollen die SVP modernisieren und unsere Position durch größere Offenheit und Einbindung, durch eine stärkere Information und Kommunikation sowie durch eine dauernde Bürgernähe und Präsenz als Volkspartei stärken“, unterstrich der SVP-Obmann ihm Rahmen der Medienkonferenz. 

Die Menschen müssten wissen, wofür die Südtiroler Volkspartei stehe und klare Kante zeigen. „2015 ist ein Jahr der Diskussion. Wir wollen als Partei flexibler und agiler werden und ein Programm entwickeln, mit dem man neu begeistern kann“, so Achammer.

Die anstehende Reform der Partei erfolge in den drei Bereichen Struktur, Programm und Finanzen und bringe zahlreiche umfassende Veränderungen mit sich.

SVP-Obmann Achammer betonte, dass die SVP auch im 70sten Jahr ihres Bestehens weiterhin eine Mitgliederpartei sei und dies auch bleiben wolle. „Wir werden im heurigen Jahr einen Schwerpunkt auf die Mitgliedersammlung legen und bauen dabei auf unsere Ortsgruppen“, betonte Philipp Achammer. 

Partei hat viel vor 

Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete das Jahr 2014 rückblickend als ein Jahr der Vorbereitungen, im Jahr 2015 gehe es nun darum wesentliche Eckpfeiler zu setzen.

In zahlreichen Bereichen seien die nächsten Schritte bereits thematisiert und angedacht. So nannte der Landeshauptmann beispielsweise die Bereiche Energie, Vergabegesetz, Verwaltungsreform, Handel oder Toponomastik.

Mehr "Eigenverantwortung und Freiheit" 

„Wir wollen die neue Ausrichtung der Südtiroler Politik, das heißt ein Mehr an Eigenverantwortung und Freiheit, spürbar werden lassen“, so Kompatscher. Es brauche dafür einen Mentalitätswandel auf allen Ebenen und die Einsicht, dass die Verwaltung ein Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger sei.

In besonderer Weise jedoch stehe im Jahr 2015 die Autonomie und die Anpassung des Autonomiestatutes im Fokus. „Die Sicherung und der Ausbau der Autonomie stehen sicherlich im Vordergrund“, erklärt der Landeshauptmann.

Dies solle auch bei einem Treffen mit Ministerpräsident Renzi, das Landeshauptmann Kompatscher gemeinsam mit Parteiobmann Achammer im Februar wahrnehmen werde, besprochen werden.

Zudem stehe mit dem Autonomiekonvent, dessen Gesetzesentwurf bereits im Landtag deponiert sei, ein neuer Weg der Weiterentwicklung der Südtirol-Autonomie an. „Es geht darum festzulegen, wie Südtirols Rolle im europäischen Mehrebenensystem ausschauen wird“, betonte Kompatscher.

  

stol