Pichler Rolle weist die Kritik an Rosa Thaler als voreilig und ungerechtfertigt zurück: „Unsere Kollegin war und ist gegen den Ausbau des Flugplatzes. Sie hat mit ungeheurem Einsatz für die bestmögliche Lösung gekämpft. Ihr deshalb politische Vorwürfe zu machen, ist unfair". „Die Ablehnung hätte zu Verschlechterung der Lage geführt“Die Ablehnung des Entwicklungsplanes für den Bozner Flughafen hätte zu einer Verschlechterung der Lage geführt, so Pichler Rolle. Das Land Südtirol hätte die Kontrolle über den Flughafen abgeben müssen und jegliche Einflussmöglichkeit verloren. Zudem hätten weiterhin nur kleinere Maschinen mit etwa 35 Passagieren regelmäßig starten und landen können. Dies aber würde einen vernünftigen Linienverkehr zu vertretbaren Preisen nicht zulassen, erklärt der SVP-Fraktionschef.„Wir wollen für Bozen Flugzeuge vom Typ Dash Q 400, weil es die umweltfreundlichsten Maschinen sind und rund 75 Passagieren Platz bieten. Dies sollte die Preise der Flugtickets nahezu halbieren und den Flughafen somit endlich auch für Herrn und Frau Südtiroler zugänglich machen und nicht nur für Politiker und Geschäftsreisende", so der SVP-Fraktionschef weiter. Die heutige Landebahn ermögliche den Anflug der Dash Q 400, allerdings mit einer wetterbedingten fixen Ausfallquote von 25 Prozent. „Es ist klar, dass keine Fluggesellschaft unter solchen Vorzeichen ein Angebot unterbreiten würde oder sie würde sich dafür teuer bezahlen lassen", so Pichler Rolle.„Wollen keine Flugzeuge mit über 100 Passagieren“ Angesichts dieser Rahmenbedingungen habe sich die SVP-Fraktion für die Verabschiedung des Entwicklungsplanes ausgesprochen, der zwar die Verlängerung der Landebahn vorsehe, aber die genannten Vorteile bringe. Die SVP-Fraktion sei aber auch dafür, die mögliche Distanz zu den Flugzielen ab Bozen im Plan deutlich zu reduzieren. Pichler Rolle: „Damit soll klar festgelegt werden, dass wir keine Flugzeuge mit über 100 Passagieren haben wollen." Zudem müsste die Sportfliegerei ebenso reduziert werden wie die militärische Nutzung.