„Zuerst lassen die Freiheitlichen keine Gelegenheit aus, um auf die SVP-Politik in Rom zu spucken, und nun schlagen sie plötzlich im Widerspruch zu ihrer eigenen Freistaat-Forderung ein Bündnis zum Schutz und Ausbau der Autonomie vor. Die Freiheitlichen sollten sich erst mal selbst bewusst werden, was sie wollen, bevor sie irgendwelche Gespräche vorschlagen“, so Theiner.Das Gesprächsangebot vom heutigen Dienstag könne deshalb nur als Ablenkungsmanöver vom freiheitlichen Zick-Zack-Kurs gewertet werden: Noch am 22. November habe die Obfrau davon gesprochen, dass die deutsche Rechtsopposition gemeinsam antreten müsse, drei Wochen später habe Mair dann plötzlich erklärt, dass es ‚sicher keine gemeinsamen Kandidaten‘ geben werde und wieder eine Woche später sei nun eine gemeinsame Südtiroler Liste Thema. „Was ist jetzt Sache, Frau Mair?“, so SVP-Obmann Theiner.Die Südtiroler Volkspartei sei immer zur Zusammenarbeit mit politischen Kräften bereit, welche die Autonomie schützen und ausbauen wollen. Das gelte für Gespräche mit möglichen Bündnispartnern in- und außerhalb von Südtirol. „Die Freiheitlichen haben im vergangenen Jahr aber nahezu wöchentlich unsere Autonomie als wertlos und überholt bezeichnet und eine Eigenstaatlichkeit eingefordert“, betont Theiner. „Sollten die Freiheitlichen nun plötzlich ein Bekenntnis zu unserer Autonomie ablegen, so sind wir gerne zu Gesprächen bereit.“ Die Südtiroler Volkspartei werde sich jedenfalls sicherlich nicht mit Parteien in ein Boot setzen, welche Südtirol langfristig irgendwelchen unrealistischen Experimenten ausliefern wollen.„Unser einziger Gradmesser war und ist die Autonomie. So wie wir uns gegen jene politischen Kräfte wehren, welche unsere hart errungenen Rechte beschneiden wollen, werden wir uns aber auch Partner suchen, welche gemeinsam mit uns bereit sind, unsere autonomen Zuständigkeiten weiter auszubauen“, betont Theiner.