Montag, 17. August 2020

Syrien bleibt gefährlichstes Pflaster für humanitäre Helfer

Das vierte Jahr in Folge führt Syrien die Liste der gefährlichsten Länder für humanitäre Helfer an, wie aus einer Analyse der Hilfsorganisation CARE hervorkommt. 74 Helfer verloren demnach seit Anfang des Jahres im Einsatz ihr Leben, allein 20 davon in Syrien. Das sind laut CARE um 30 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dahinter folgen der Südsudan (14 getötete Helfer) und Somalia (11).

Syrien ist  erneut das gefährlichste Land für humanitäre Helfer.
Syrien ist erneut das gefährlichste Land für humanitäre Helfer. - Foto: © APA (AFP) / AAREF WATAD
Insgesamt wurden der Untersuchung zufolge heuer weltweit bisher 109 Angriffe auf Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in 18 Ländern gemeldet.

Während aus Syrien die meisten Todesfälle angezeigt werden, kommt es im Südsudan am häufigsten zu Angriffen auf humanitäre Helfer. „Hilfe zu leisten, ist im Südsudan ein gefährliches Unterfangen, das war es schon immer“, erklärt Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. „Regelmäßig wird humanitäre Arbeit dort durch Schikanen, illegale Verhaftungen und Kriminalität erschwert.“

apa