„Diese Maßnahmen sind Teil einer Serie von Sanktionen, die aufeinanderfolgende US-Regierungen über das syrische Volk verhängt haben“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag einen nicht namentlich genannten Offiziellen. Sie fügten sich in den Rahmen der „regionalen Pläne“ der US-Regierungen ein, „insbesondere in Hinsicht auf die Bedienung israelischer Interessen“.US-Präsident Barack Obama hatte am Mittwoch eine Verordnung erlassen, wonach etwaige Vermögenswerte Assads und anderer Regimegrößen im Ausland eingefroren werden. US-Bürger dürfen keine Geschäfte mit den Betroffenen machen. Die Europäische Union (EU) hatte am selben Tag ein Einreiseverbot gegen Assad und andere Sanktionen angekündigt.„Diese Maßnahmen beeinflussten und beeinflussen weder bisher noch künftig die Souveränität der syrischen Entscheidungen“, hieß es in der Erklärung weiter. Gegenüber wiederholten Versuchen der US-Politik, dem Land ihre Linie aufzuzwingen, werde dieses „standfest“ bleiben. Auch von „umfassenden Reformen“ werde Syrien sich dadurch nicht abbringen lassen Auf die blutige Unterdrückung der syrischen Protestbewegung, die Washington zu den Sanktionen veranlasst hatte, ging die Erklärung nur indirekt und polemisch ein. Washington heize mit seiner Politik die Lage an, um „die Krise in Syrien zu prolongieren, was in erster Linie mit der Bedienung israelischer Interessen zu tun hat“.Für diesen Freitag haben syrische Menschenrechtsaktivisten zu neuen Protesten gegen das Assad-Regime aufgerufen. Die Menschen sollten nach dem Mittagsgebet wieder in großer Zahl auf die Straßen strömen, hieß es in ihren Internet-Botschaften. Seit Beginn der Proteste in Syrien Mitte März wurden nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen 761 Zivilisten und 126 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet.dpa