Sollten sie dies nicht tun, werde die Armee „den Terroristen mit militärischen Mitteln“ zu Leibe rücken. Dies habe die Regierung von Baschar al-Assad auch dem Syrien-Sondergesandten Kofi Annan mitgeteilt.Landesweit wurden der Opposition zufolge am Donnerstag 22 Menschen getötet. Nach achttägigen Kämpfen in Al-Haffa konnten am Donnerstag erstmals UN-Beobachter die Küstenstadt besuchen. Mitreisende Journalisten berichteten, die Ortschaft scheine verlassen. Viele Gebäude seien beschädigt. Zuvor hatte die Regierung erklärt, ihre Truppen hätten Al-Haffa „von Terroristen gesäubert“. Nach Angaben der Opposition waren bei dem Beschuss des von Sunniten bewohnten Ortes mindestens 80 Menschen getötet worden.Regimegegner äußerten die Vermutung, die Regierung wolle die regimekritischen vornehmlich sunnitischen Araber aus bestimmten Wohngebieten vertreiben, um größere regimetreue Enklaven zu schaffen. Assad gehört der Minderheit der Alawiten an.Nach harten Vorwürfen gegen das Regime sieht der deutsche Außenminister Guido Westerwelle die russische Unterstützung für Damaskus langsam schwinden. Westerwelle sprach am Donnerstag von „vorsichtigen ersten Zeichen einer gewissen Bewegungsbereitschaft“ Moskaus. Bislang hatte die Veto-Macht Russland ein schärferes Vorgehen gegen das Assad-Regime im Weltsicherheitsrat verhindert. Westerwelle drang am Rande einer Afghanistan-Konferenz in Kabul beim russischen Außenminister Sergej Lawrow auf ein „konstruktives Einwirken“ Russlands auf Syrien.dpa