Sonntag, 13. Oktober 2019

Syrische Kurden melden Flucht von Hunderten IS-Angehörigen

Die türkische Offensive in Nordsyrien hat nach Angaben der kurdischen Autonomieverwaltung zur Flucht von fast 800 Angehörigen von Kämpfern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geführt.

Die türkische Offensive in Nordsyrien hat nach Angaben der kurdischen Autonomieverwaltung zur Flucht von fast 800 Angehörigen von Kämpfern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geführt.
Die türkische Offensive in Nordsyrien hat nach Angaben der kurdischen Autonomieverwaltung zur Flucht von fast 800 Angehörigen von Kämpfern der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geführt. - Foto: © APA/afp / BULENT KILIC

785 Frauen und Kinder seien aus einem Lager bei Ain Issa geflohen, nachdem es in der Nähe türkische Luftangriffe gegeben hatte. International wuchs der Druck auf die Türkei wegen der Militäroffensive.

Das US-Außenministerium zeigte sich am Sonntag „extrem besorgniserregend“ über Berichte, wonach die Kurden-Politikerin und Frauenrechtlerin Hervin Khalaf in einen Hinterhalt einer von der Türkei unterstützten jihadistischen Rebellengruppe geraten und getötet worden sei. Insgesamt hätten die pro-türkischen Rebellen insgesamt neun Zivilisten getötet, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Verwaltung der halbautonomen Kurdenregion erklärte, die Insassen des IS-Lagers hätten die Wachen angegriffen und die Tore geöffnet.
Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle verließ ein Teil der Wachen das Lager, nachdem es in der Nähe türkische Luftangriffe und Gefechte mit kurdischen Kämpfern gegeben hatte. Die Insassen des Lagers würden nun „nach und nach“ fliehen, erklärte die Beobachtungsstelle.

apa