Mittwoch, 25. April 2018

Tag der Befreiung: Stellungnahmen aus Südtirol

Der 25. April wird in Italien als Tag der Befreiung vom Faschismus und der Besetzung Italiens gefeiert. Auch so manch ein politischer Vertreter aus Südtirol hat sich diesbezüglich zu Wort gemeldet.

Die Südtiroler Freiheit wiederholt ihre Forderung, den Bozner Siegesplatz in Antifaschismus-Platz umzubenennen.- Foto: STF
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Die Südtiroler Freiheit wiederholt ihre Forderung, den Bozner Siegesplatz in Antifaschismus-Platz umzubenennen.- Foto: STF

Angesichts des Tages der Befreiung am 25. April wiederholt die Süd-Tiroler Freiheit ihre Forderung nach der Umbenennung des Bozner Siegesplatzes in Antifaschismus-Platz. Diese Forderung hat die Bewegung bereits 2014 in einem Gespräch mit dem damaligen Bozner Bürgermeister sowie mit dem Vizebürgermeister erhoben.

„All jene politischen Kräfte, die sich vom Faschismus distanzieren, sind eingeladen, Selbiges auch im Zusammenhang mit dessen Symbolik, die bis heute allgegenwärtig ist, zu tun“, schreiben Cristian Kollmann und Peter Brachetti von der STF-Ortsgruppe Bozen.

Eine Befreiung vom Faschismus sei längt überfällig und erst dann verwirklicht, wenn die bis heute ideologisch aufgeladene faschistische Architektur aus dem öffentlichen Raum verschwindet oder zumindest kompromisslos entideologisiert sei und die faschistischen Bezeichnungen wie Siegesplatz aus dem amtlichen Gebrauch entfernt seien, erklären die Kollmann und Branchetti.

Auch Freiheitliche äußern sich kritisch  

Den 25.April nur als Tag der Befreiung zu feiern, wird den Geschehnissen jener Zeit nicht gerecht, schreibt der Freiheitlichen-Bezirksobmann des Unterlandes Arno Mall in einer Presseaussendung.

In Südtirol müsse auch daran erinnert werden, dass der 25. April auch der Tag war, an dem die italienische Herrschaft über unser Land zurückkam. Damit wurde das demokratische Selbstbestimmungsrecht erneut verweigert und das Unrecht der Landesteilung weiter Bestand, so Mall.

stol

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