Trump traf in Peking seinen chinesischen Kollegen Xi Jinping. Er erklärte am Freitag, er habe noch nicht entschieden, ob er einen größeren Waffenverkauf an Taiwan vorantreiben werde. Aufhorchen ließ insbesondere seine Äußerung gegenüber „Fox News“: „Wir wollen nicht, dass jemand sagt: Lasst uns die Unabhängigkeit anstreben, weil die Vereinigten Staaten hinter uns stehen.“ Die Aussage sorgte für Unsicherheit über die künftige US-Unterstützung für die demokratisch regierte Insel.<BR /><BR />Der Status von Taiwan ist einer der Hauptkonfliktpunkte zwischen den USA und China. Die Insel ist zwar seit 1949 selbstverwaltet, wird heute jedoch nur von einigen wenigen Staaten als unabhängig anerkannt. Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als eigenes Territorium und hat niemals auf den Einsatz von Gewalt verzichtet, um die Insel unter Pekings Kontrolle zu bringen. Dies insbesondere auch für den Fall, dass China zu der Einschätzung gelangen sollte, die Insel strebe eine formelle Unabhängigkeit an. Lai erklärte, seine Demokratische Fortschrittspartei (DPP) habe bereits 1999 eine Resolution verabschiedet – die bis heute als Parteilinie gilt – wonach Taiwan bereits ein souveränes und unabhängiges Land sei, das den Namen „Republik China“ trage.