Freitag, 21. Mai 2021

Tauber: „Radmobilität muss weiterhin Priorität haben“

Die Radmobilität erlebt in der Corona-Krise einen regelrechten Boom. „Das Radwegenetz ist in Südtirol gut ausgebaut, aber vor allem auf Nebenstrecken und Passstraßen gibt es noch erhebliche Lücken. Deren Schließung gestaltet sich aber als schwierig“, so SVP-Landtagsabgeordneter Helmut Tauber in einer Aussendung.

Abgeordneter Helmut Tauber fordert weiteren Ausbau der Radmobilität und Landesrat Daniel Alfreider nimmt zu aktuellen Projekten Stellung.
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Abgeordneter Helmut Tauber fordert weiteren Ausbau der Radmobilität und Landesrat Daniel Alfreider nimmt zu aktuellen Projekten Stellung. - Foto: © shutterstock
Tauber hat jüngst eine Anfrage an die Landesregierung zu aktuellen Projekten der Radmobilität in Südtirol gerichtet. Dabei unterstrich er, dass der Ausbau der Radmobilität nicht nur ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel ist. „Ein gut ausgebautes Radwegenetz bietet einem Tourismusland wie Südtirol auch viele Möglichkeiten, neue Gästeschichten zu erschließen. Deshalb muss die Radmobilität weiterhin Priorität haben“, meint Tauber.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider teilte in seiner Antwort mit, dass die Landesverwaltung daran arbeite die technischen Normen des Straßencodex dahingehend zu ändern, dass künftig Fahrradstreifen an die bestehenden Straßen (vor allem im Anstieg) gebaut werden können.

„Im Zuge einer internen Konzeptstudie sind im vergangenen Jahr 4 mögliche Abschnitte auf verschiedenen Passstraßen definiert worden, die sich für so einen Fahrradstreifen eignen. Aktuell läuft die Projektierung für einen Fahrradstreifen im Zuge von Sanierungsarbeiten am Valparola-Pass, für einen weiteren Abschnitt am Sellajoch wird derzeit ebenso die Machbarkeit eines Fahrradstreifens geprüft“, zitiert Tauber aus der Antwort des Landesrates. Auch würden derzeit gerade die Anwendungsmöglichkeiten der Fahrradstreifen auf Nebenstraßen ressortintern geprüft.




Ebenso gibt es Pilotprojekte zur Alltagsmobilität in den Städten Bruneck, Brixen, Bozen und bald auch in Meran, die unter anderem die Errichtung von E-Bike-Ladestationen und dafür auch Unterstützungen von Seiten des Landes vorsehen.

Die Stadt Brixen habe beispielsweise nach einem Lokalaugenschein mit internationalen Experten im Oktober ein Maßnahmendokument ausgearbeitet, welches demnächst dem Gemeindeausschuss vorgestellt werde.

Die Green Mobility habe sich in Zusammenarbeit mit einem lokalen Planer und den zuständigen Gemeindetechnikern auf 2 Hauptachsen konzentriert und werde dafür kurzfristige, sowie langfristige Maßnahmen vorstellen, die das Durchqueren der Stadt mit dem Fahrrad erleichtern sollen. In seiner ausführlichen Antwort liefert der Landesrat Alfreider zu allen Projekten aktuelle Informationen, schreibt Tauber abschließend in der Presseaussendung.

stol