Die neapolitanische Sängerin BigMama veröffentlichte ein Video, in dem sie unter Tränen die italienischen Behörden bittet, ihr so rasch wie möglich die Heimreise zu ermöglichen. <BR /><BR />Auch Erminio Carmenini, ein 26-jähriger Sommelier aus Chieti, der seit vergangenem April in einem italienischen Restaurant in Dubai arbeitet, berichtet von dramatischen Momenten: „Jetzt geht es besser, aber wir haben am Samstag wirklich sehr schwierige Momente erlebt. Nach dem Alarm sind wir in völlige Panik geraten. Wir haben Raketenexplosionen gehört. Danach hat sich die Lage beruhigt. Wir werden sehen, wie sich die Situation entwickelt; viele Menschen fahren in Richtung Oman und in andere Emirate. Im Moment ziehe ich das nicht in Betracht, weil die Lage ruhig zu sein scheint“, betonte Carmenini.<BR /><BR />Das Außenministerium in Rom hat eine Taskforce eingerichtet, um Landsleute in der Region zu unterstützen. Außenminister Antonio Tajani sprach von keiner unmittelbaren Gefahr für die Sicherheit der Italiener, zeigte sich jedoch besorgt über die hohe Zahl der Staatsbürger vor Ort. Allein in den Emiraten halten sich rund 20.000 Italiener auf; zu ihnen zählt auch der römische Quästor Roberto Massucci. Auch zahlreiche Schüler- und Studentengruppen warten auf ihre Heimreise. Dubai ist für viele Italiener ein beliebtes Urlaubsziel, zahlreiche von ihnen leben ganzjährig in der Stadt.<BR /><BR />Die neue Taskforce im Außenministerium umfasst 50 Mitarbeiter und verstärkt die bestehende Kriseneinheit. Sie ist über eine Notfallnummer erreichbar und koordiniert Hunderte eingegangene Hilfsanfragen. Besonders betroffen sind Reisende, die wegen Einschränkungen im Luftverkehr in Dubai festsitzen. Nach Angaben der Behörden betreut die italienische Botschaft in Abu Dhabi gemeinsam mit dem Konsulat in Dubai mehrere Hundert Bürger. Darunter befindet sich eine Schülergruppe mit insgesamt 190 Italienern, von denen 124 minderjährig sind. Für sie wurden Hotelzimmer bereitgestellt; die Betreuung erfolgt rund um die Uhr durch Lehrkräfte und Begleitpersonal. Auch Bildungsminister Giuseppe Valditara steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit dem Außenministerium.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/fuer-suedtiroler-im-kriegsgebiet-alle-notfallnummern-auf-einen-blick" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier finden Sie alle Notfallnummern für gestrandete Südtiroler.</a><BR /><BR />Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfahl den Fluggesellschaften, den betroffenen Luftraum mindestens bis zum 2. März zu meiden. Die Wiederaufnahme des Flugverkehrs dürfte daher schrittweise erfolgen. In Dubai hält sich auch die Familie des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto auf. Crosetto war am Freitag in die Vereinigten Arabischen Emirate gereist, konnte jedoch nicht wie geplant nach Italien zurückkehren, da zahlreiche Fluggesellschaften ihre Verbindungen in die Region ausgesetzt haben. Auf X erklärte er, er werde aus eigener Tasche das Dreifache des für Staatsflüge vorgesehenen Betrags zahlen. Seine Familie sei in Sicherheit und werde so lange in Dubai bleiben, bis die Linienflüge nach Italien wieder aufgenommen werden, betonte der Minister. Crosetto wird am Montag gemeinsam mit Tajani vor dem Parlament in Rom über die Lage der Italiener am Golf berichten.