Dienstag, 06. Oktober 2020

Team K: „Keine Verhältnismäßigkeit bei Covid-Maßnahmen“

Die römische Regierung will den Corona-Notstand in Italien bis Jänner verlängern und schärfere Maßnahmen durchsetzen. Dies stößt beim Team K auf Kritik.

Maskenpflicht und mehr: Italien will den Corona-Notstand verlängern.
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Maskenpflicht und mehr: Italien will den Corona-Notstand verlängern. - Foto: © Unsplash/LPA
Die römische Regierung wird wahrscheinlich schon bald eine Reihe von verschärften Sicherheitsmaßnahmen per Dekret genehmigen. Unter anderem wird eine allgemeine Maskenpflicht im Freien vorgesehen, wie das Team K in einer Presseaussendung betont.

„Wir finden diese Maßnahme völlig unangemessen, absurde Regeln werden von den Menschen dann nicht eingehalten, weil sie sie nicht nachvollziehen können. Wieso soll ich, wenn ich alleine bin oder die Distanzen einhalte, eine Maske tragen? Wenn jetzt bei Sportveranstaltungen die Plätze immer stärker kontingentiert werden, könnte das für viele Sportvereine wie den Hockeyclub Bozen, die auch von den Einnahmen der Eintrittstickets leben, das Ende der Saison bedeuten“, schreibt Paul Köllensperger.

Hier gelte es: „Wenn die Abstands- und Hygieneregeln in geschlossenen Räumen eingehalten werden, wieso dürfen nicht mehr Leute in die Hallen oder Stadien?“ so Köllensperger.

Weiterhin werde von Rom das ganze Land über einen Kamm geschoren, ohne auf die konkrete Situation vor Ort einzugehen. „Dieser leichtfertige Umgang mit unseren Grundrechten und unserer Autonomie, per Dekret überdies, ist nicht akzeptabel“, sagt Köllensperger.

Ploner findet Maskenpflicht im Freien nicht angemessen

Auch Franz Ploner findet eine potentielle Maskenpflicht im Freien angesichts der Corona-Situation in Südtirol nicht angemessen: „Eine Maskenpflicht ist sinnvoll, wenn der Abstand zwischen zwei Personen weniger als einen Meter beträgt. In der Schule werden Kinder unter 10 Jahre durch die Masken eher traumatisiert als dass ihnen geholfen wird oder sie geschützt werden. In der Oberschule hingegen ist die Infektionsrate etwas höher, daher muss man dort sicher mehr aufpassen. Die Covid-Situation in Südtirol ist stabil. Die Intensivstationen sind leer, die Belastung der Krankenhäuser ist gering und die steigenden Zahlen der positiv Getesteten ist durch die Erhöhung der Tests erklärbar. Vorsicht ist weiterhin geboten, aber übertriebene Maßnahmen sind derzeit fehl am Platz.“

Das Team K appelliert an Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Landesregierung, etwaige Verschärfungen der Sicherheitsmaßnahmen in Südtirol auf Basis der römischen Dekrete auf ihre Verhältnismäßigkeit und Angemessenheit für Südtirol zu bewerten. Südtirol soll weiterhin so wie im Frühjahr seinen eigenen Weg gehen.

stol

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