Dienstag, 12. Mai 2020

Team K: „Testen und Nachverfolgen gibt Sicherheit in Phase 2“

Die Fallzahlen bei Neuinfektionen und belegten Betten auf den Intensivstationen sprechen eine klare Sprache: Die Epidemie ist unter Kontrolle. Für Team Köllensperger heißt die Devise nun: testen testen testen. Dies sei der Schlüssel um den eingeschlagenen Weg auch weitergehen zu können, wenn mancherorts unvermeidliche Neuinfektionen auftreten werden.

Vermehrte Corona-Tests sollen Sicherheit in Phase 2 geben.
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Vermehrte Corona-Tests sollen Sicherheit in Phase 2 geben. - Foto: © shutterstock
Die nun begonnenen Lockerungsmaßnahmen der Kontaktbeschränkungen könnten nun ein vermehrtes Auftreten von Covid-19-Fällen bedingen. „Um die Fallzahlen in der Bevölkerung frühzeitig zu erkennen und schnellstmöglich eindämmen zu können, ist die frühe Identifizierung von Neuinfizierten und deren Isolierung sowie die Ermittlung der Kontaktpersonen von grundlegender Bedeutung“, erklärt Team K.

Neben den allgemeinen Regeln wie dem Tragen von Mund-Nasenschutz, Händewaschen und Einhaltung des Mindestabstandes zähle die breite und zielgerichtete Testung der Bevölkerung auf SARS-CoV-2 zu den wesentlichen Verfahren, um die Ausbreitung der Infektion Covid-19 zu verhindern. Dabei solle laut Team K vor allem auf den Aufbau von Covid-Einsatztruppen gesetzt werden, sowie auf das Einrichten von Teststraßen, um Abstriche wohnortnah über das Land verteilt abzunehmen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu beschleunigen.

„Nur durch die Erhöhung der Testressourcen zum direkten Nachweis des SARS-CoV-2 Virus aus dem Nasen-Rachen-Abstrich mittels der PCR-Technik besteht die Möglichkeit, potenzielle Fälle von Virenträgern durch breit angelegte, aber gezielte Testung frühzeitig zu erfassen und die erforderliche Sicherheit auch und gerade im Tourismus herzustellen. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Kapazitäten intern auszubauen durch die die Beschaffung zusätzlicher Testgeräte, sowie durch die langfristige Fortführung bewährter Kooperationen zu sichern. Nur eine Verteilung auf mehrere Standorte schafft die erforderliche Robustheit und Redundanz für den Krisenfall; die räumliche Nähe zum Versorgungsgebiet schafft Flexibilität und kurze Bearbeitungszeiten“, fordert Team K.

Neben der frühzeitigen Testung symptomatischer Personensei die gezielte Testung aller engen Kontaktpersonen derselben für die Unterbrechung der Infektionskette von besonderer Bedeutung. Außerdem seien erweiterte SARS-CoV-2 Testungen notwendig, von asymptomatischen Kontaktpersonen und Personen in Gemeinschaftsunterkünften, in Gastbetrieben, in Schulen und Betrieben mit hoher Personendichte, in medizinischen ambulanten und stationären Einrichtungen und in Pflege- und Senioreneinrichtungen, um Risikogruppen besonders zu schützen, sowie in Rettungsorganisationen.

In seiner Pressemitteilung mahnt Team K: „Jetzt, wo der Tourismus wieder hochfahren soll, werden schnelle Testmöglichkeiten grundlegend sein, um das Entstehen von neuen Corona-Hotspots zu unterbinden, was zu einem Image Desaster führen würde. Dies gilt gerade für Hotels mit 'Covid protected areas' – hier müssen PCR Test Möglichkeiten vorgesehen werden! Das Landesgesetz sieht hier derzeit nur Antikörpertests (serologische Tests) vor, die jedoch nichts über die Infektiosität der Personen aussagen!“

Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 hilfe nicht zur Identifizierung akut infektiöser Personen, da sich Antikörper erst im Verlauf der Infektion entwickeln, sondern zur Analyse der Gesamtzahl von Personen, die eine Infektion durchgemacht haben.

„Mit diesem zielorientierten Einsatz der Testung können im Kampf gegen die Verbreitung des Virus wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Senioren- und Pflegeheime, aber auch Betriebe und systemrelevante Institutionen besser geschützt werden, und eine Wiedereröffnung mit geringem Risiko garantiert werden“, erklärt Team K abschließend.

stol

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