Dienstag, 16. Juni 2020

Team K: „Viele fallen durch den Rost“

Wie das Team K in einer Aussendung erklärt, erhält es sehr viele Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die aufgrund der Krise in finanziellen Nöten sind und die immer noch auf Hilfe warten. Längerfristige Pläne für Unterstützung seien nötig.

Viele warten noch auf finanzielle Unterstützungen.
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Viele warten noch auf finanzielle Unterstützungen. - Foto: © APA (dpa/Symbolbild) / Monika Skolimowska
Maria Elisabeth Rieder ist besorgt: „Es ist bekannt, dass es sehr lange Wartezeiten bei der Auszahlung des Lohnausgleichs gibt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben seit März keinen Cent erhalten. Ihre Lebenskosten bleiben aber bestehen.“

Wer monatelang ohne Lohn ist, habe oft keine Sicherheiten mehr; nicht mal mehr jene, den nächsten Einkauf bezahlen zu können.

„Die staatlichen Lebensmittelgutscheine waren eine Hilfe, doch auch diese Hilfe läuft aus bzw. gilt nur so lange bis den Gemeinden das zugewiesene Geld ausgeht“, so Team K in der Aussendung.

„Privatkredite oder Kleinkredite für Selbständige erhalten nur jene, die Sicherheiten haben. Es wurde versprochen, einen Schirm für alle zu spannen, sodass keiner durch den Rost fällt, leider trifft das nicht zu. Wir befinden uns jetzt im Juni und immer noch warten sehr viele Menschen und Unternehmer auf die dringend notwendige und zugesagte Unterstützung“, ärgert sich Josef Unterholzner.

Dabei treffe die Situation alle Sektoren: Unternehmer, die auf die zugesagte Unterstützung warten. Arbeitnehmer, die ohne Lohn da stehen oder in Kurzarbeit sind. Selbständige, die für viele Hilfeleistungen die Kriterien nicht erfüllen. Kulturschaffende, denen ihre Arbeit komplett weggebrochen ist.

„Wir drehen uns im Kreis. Wenn den Unternehmern das Geld fehlt, können sie das Personal nicht bezahlen oder gar nicht halten. Da die Löhne in Südtirol im Vergleich zu den Lebenshaltungskosten bereits vor der Krise zu niedrig waren, ist klar, dass viele Arbeitnehmer jetzt in Schwierigkeiten geraten. Für viele ist es schwer ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Auch viele Rentner kommen nur schwer über die Runden“, sind sich die Abgeordneten des Team K einig. Jeder verlorene Arbeitsplatz kostet also mehr an Steuergeld, als eine zielgerichtete Soforthilfe.

Vor allem die Auszahlungen müssen dringend beschleunigt werden. „Die zugesagte Unterstützung muss endlich erfolgen, den Menschen fehlt die Liquidität“, appelliert Unterholzner.

liz

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