Donnerstag, 05. Dezember 2019

Team K. zum Ehrenamt: „Schulterklopfen ist zu wenig“

Am Tag des Ehrenamts am Donnerstag dankt Südtirol seinen rund 150.000 Freiwilligen Helfern im Land. Auch das Team K. weiß um die enorme Wichtigkeit des Ehrenamts. Doch dem Lob müssten auch Taten folgen, vor allem aus der Politik, so Paul Köllensperger.

Ein Schulterklopfen zum Tag des Ehrenamts sei zu wenig, sagt Fraktionssprecher Paul Köllensperger vom Team K.
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Ein Schulterklopfen zum Tag des Ehrenamts sei zu wenig, sagt Fraktionssprecher Paul Köllensperger vom Team K. - Foto: © DLife

Ohne das Ehrenamt würde Vieles nicht funktionieren, erklärt das Team K. in einer Aussendung: die 5300 Vereine halten die Gesellschaft sportlich, kulturell, sozial und zivilschutztechnisch am Leben.

Auch das Team K habe sich seit Anfang an dem Ehrenamt verschrieben.

„Lob und Dank sind wichtig, aber die wichtigste Aufgabe der Politik ist es, die Anliegen der Ehrenamtlichen nicht nur ernst zu nehmen, sondern die Voraussetzungen zum Gelingen dieser ehrenamtlichen Arbeit zu schaffen“, sagt Paul Köllensperger, Fraktionssprecher vom Team K.

Das Ehrenamt gerate vielerorts mittlerweile an seine Grenzen. Seit Jahren werde auf die ausufernde Bürokratie im Ehrenamt ebenso hingewiesen, wie auf mangelnde Finanzierungen, zu spät ausbezahlte Beiträge oder die nicht vorhandene Planungssicherheit, weil mehrjährige Finanzierungszusagen schlichtweg gesetzlich nicht vorgesehen sind.

„Unser Gesetzentwurf um mehrjährige Finanzierungszusagen für Vereine gesetzlich zu verankern wurde leider von der SVP in der Gesetzgebungskommission abgelehnt. Wir hoffen nun, dass den Lobeshymnen gerade zum Tag des Ehrenamtes auch Taten folgen und der Entwurf im Landtag angenommen wird. Ebenso gespannt sind wir auf das Abstimmungsergebnis zum kürzlich eingebrachten Beschlussantrag, der vorsieht, dass Ehrenamtliche, wenn sie von der öffentlichen Verwaltung oder den Schulen als Referenten/Experten verpflichtet werden, zumindest einen Spesenersatz erhalten. Ehrenamt darf von der öffentlichen Verwaltung nicht ausgenützt werden“, sagt der Abgeordnete Alex Ploner vom Team K.

liz