Zuvor hatte das US-Militär die iranische Insel Qeshm angegriffen. Der „Axios“-Reporter Barak Ravid schrieb auf X, ein Kampfflugzeug der USA habe eine Stellung der Revolutionsgarden auf der Insel attackiert, nachdem von dort eine Rakete auf ein US-Flugzeug abgefeuert worden sei. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte Dienstag früh die Militärschläge und sprach von „begrenzten“ Angriffen, bei denen es sich nicht um eine Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen handle. Ein weiterer Insider sagte, es habe sich um Abwehrmaßnahmen gegen den Einsatz von Boden-Luft-Raketen auf US-Ziele gehandelt. Der Sender Fox News berichtete, die Angriffe seien eine Reaktion auf den Beschuss eines US-Flugzeugs durch den Iran.<BR /><BR />Vonseiten iranischer Staatsmedien hieß es in der Nacht auf Dienstag, die Revolutionsgarden hätten südlich der Insel Qeshm zwei weitere US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht. Zudem sei östlich der Straße von Hormuz eine US-Drohne zerstört worden. In der Regel lassen sich derlei Angaben nicht unabhängig verifizieren. Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des US-Kongresses haben die USA aber seit Beginn ihrer Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben Dutzende Flugzeuge und Drohnen verloren oder Schäden daran verzeichnet.<BR /><BR />Im Vorfeld der Angriffe des US-Militärs hatte US-Präsident Donald Trump noch einen Rückgang der Ölpreise gefeiert. Den Rückgang der Preise begründete er damit, dass viele der Auffassung seien, der Krieg mit dem Iran gehe zu Ende. Der Iran wolle unbedingt eine Vereinbarung, behauptete Trump. Mehrere Medien hatten zuletzt über Pläne der Regierung in Washington berichtet, nach der heutigen US-Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut Angriffe gegen den Iran zu fliegen.