„Wir sind noch weit von der letzten Gesprächsrunde entfernt“, sagte Ghalibaf, einer der iranischen Unterhändler. „Einige grundlegende Punkte“ seien nach wie vor offen. Ghalibaf und seine Delegation hatten am vergangenen Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Gespräche mit US-Vizepräsident JD Vance geführt. Es war das ranghöchste Treffen zwischen dem Iran und den USA seit der Islamischen Revolution 1979.<BR /><BR />Die erste Verhandlungsrunde ging ohne Ergebnis zu Ende, die Vermittlungsbemühungen werden aber fortgesetzt. Ein Termin für eine neue Gesprächsrunde wurde nach Angaben des iranischen Vizeaußenministers bisher nicht festgelegt.<BR /><BR />Die Türkei forderte eine Verlängerung der am Dienstag auslaufenden Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran. Beide Seiten hätten den Willen, die Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran seien zwar weitgehend abgeschlossen, es gebe jedoch noch einige Meinungsverschiedenheiten. Deshalb müsse die Waffenruhe verlängert werden.<h3> Iran reklamiert Sieg für sich</h3>Ghalibaf sagte am Samstag weiter, der Iran habe den Krieg „auf dem Schlachtfeld“ gewonnen. Die USA hätten ihre Kriegsziele nicht erreicht und der Iran kontrolliere die strategisch wichtige Straße von Hormuz. Der Iran habe auch der Waffenruhe mit den USA nur zugestimmt, „weil sie unseren Forderungen zugestimmt haben“.<BR /><BR />Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian unterstrich unterdessen mit neuen Äußerungen die Differenzen mit den USA im Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine „nuklearen Rechte“ nicht ausüben, nenne aber kein Verbrechen, das dies begründe, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA Pezeshkian. „Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?“, fragte der Präsident demnach.<h3> Straße von Hormuz: Angriffe auf Schiffe gehen weiter</h3>Iranische Streitkräfte haben einem Medienbericht zufolge zwei Tanker an der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz gehindert. Die unter den Flaggen von Botswana und Angola fahrenden Schiffe seien nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen worden, meldete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen nannte die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran und sprach von einer unbefugten Durchfahrt.<BR /><BR />Der Iran erneuert und ergänzt nach eigenen Angaben seine Raketen- und Drohnen-Abschussanlagen schneller als vor dem Krieg. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Nournews unter Berufung auf den Chef der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden, Majid Mousavi. Die Äußerungen wurden zusammen mit einem Video veröffentlicht, das ihn bei der Inspektion einer unterirdischen Raketenanlage zeigen soll. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen.