Generell nehme er, Thaler, Kompatschers Angebot, sich mit ihm persönlich zu unterhalten, gerne an. „Ich treffe mit gerne mit Kompatscher“, stellt er klar. Doch: Die Reaktionen von Kompatscher und SVP-Obmann Philipp Achammer auf seine Rede bei der Andreas-Hofer-Landesgedenkfeier sind für Thaler schlicht und ergreifend nicht nachvollziehbar. Am Sonntag hatte Thaler in Meran verlauten lassen, Kompatscher habe in der Frage der doppelten Staatsbürgerschaft "kein Herz, kein Verstand, aber dafür Peinlichkeit im höchsten Ausmaß" an den Tag gelegt.„Mimosenhaft pikiert“„Es ist klar, dass der Vorwurf, eine Andreas-Hofer-Feier sei kein richtiger Ort, um in offener Art und Weise gegenwärtige Missstände anzusprechen, ins Leere greift“, kontert der Kommandant der Schützen in einer Mitteilung auf die Kritik der SVP-Spitzen.Immerhin sei es der Landeshauptmann selbst gewesen, „der in Innsbruck am Andreas-Hofer-Tag völlig pauschal all jenen mangelnden Verstand vorwarf, die seinen ‚Weg der kleinen Schritte‘ nicht mitgehen möchte", erinnert der Schützenkommandant.Daher sei es „völlig unverständlich“, dass man nun „mimosenhaft pikiert“ sei, wenn eine entsprechende Antwort erfolgt sei. Eine Antwort, die noch dazu konkrete Fehler aufgezeigt habe – „im Gegensatz zu Kompatschers pauschalem Urteil“. „Hier scheint wohl der Grundsatz ‚Quod licet Iovi, non licet bovi‘ („Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt“; Anm.d.Red.) Anwendung zu finden“, mutmaßt Thaler. Nicht gerade ein Zeichen für den „neuen Stil“, meint er.„Kein 'Weg der kleinen Schritte', sondern ein Eiertanz“Plus: Ein „Weg der kleinen Schritte“ möge zwar manchmal notwendig sein. Doch das, was man in der Frage der doppelten Staatsbürgerschaft seit Monaten erlebe, sei nichts anderes als „ein Eiertanz“.stol