Montag, 17. August 2015

Theiner zu Stickoxidbelastung: "Mehrfach in Rom interveniert"

Umweltlandesrat Richard Theiner hat am Montag auf Medienberichte reagiert, wonach die Südtiroler Politik in diesem Bereich in Rom nichts unternommen hätte.

Landesrat Richard Theiner - Archivbild
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Landesrat Richard Theiner - Archivbild

Seit Jahren warte ein von der Landesumweltagentur ausgearbeiteter Maßnahmenkatalog zur Begrenzung der Schadstoffbelastung entlang der Autobahn auf die Genehmigung durch eine vom römischen Ministerrat einberufene Kommission, so Theiner in der Aussendung.

Der Maßnahmenkatalog sehe unter anderem ein dynamisches Tempolimit entlang der A22 vor, falls die Stickstoffoxid-Grenzwerte überschritten werden, sowie Maßnahmen zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. 

"Wir haben lokal unsere Hausaufgaben in punkto Erneuerung der öffentlichen Fuhrparke, Grenzwerte für Heizungen, Verkehrsbeschränkungen und so weiter erledigt. Was die Brennerautobahn betrifft, sind uns die Hände gebunden", betont Umweltlandesrat Richard Theiner.

Die Stickoxid-Problematik an der Brennerautobahn war in der Vergangenheit Gegenstand mehrerer Interventionen in Rom. Zuletzt habe Landesrat Theiner bei Umweltminister Gian Luca Galletti auf die Genehmigung des Maßnahmenkatalogs gepocht. "Während uns das Umwelt- und das Gesundheitsministerium ihre Zustimmung signalisiert haben, gibt es Widerstände aus dem Transportministerium", erklärt Theiner. Eventuelle Bedenken sollen demnächst im Rahmen eines Termins bei Transportminister Delrio ausgeräumt werden.

lpa

stol