Mittwoch, 11. Mai 2016

"Theoretische Führerscheinprüfungen dezentralisieren"

Weitere Standorte für die theoretische Führerscheinprüfung im Vinschgau und Pustertal? Wird es in naher Zukunft nicht geben, ein Antrag der Freiheitlichen wurde abgelehnt. Diese zeigen sich empört.

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Foto: © D

Der Freiheitliche Landesparteiobmann und Landtagsabgeordnete Walter Blaas kritisiert in einer Aussendung die ablehnende Haltung der SVP-Mehrheit zum Freiheitlichen Begehrensantrag, welcher die italienische Regierung dazu aufgefordert hätte, mindestens zwei weitere Standorte im Osten und Westen des Landes Südtirol für die theoretischen Führerscheinprüfungen zu errichten.

Es sei schlichtweg unverständlich, weshalb die SVP einen solchen Antrag, der zur Stärkung der Peripherie und des ländlichen Raumes betreffe, ablehnen könne. Rom greife immerhin schon mit seiner ungnädigen Zentralisierungspolitik ein, ziehe rigoros Kompetenzen ab und die Volkspartei schaue sowieso still und leise zu, wettert Blaas.  

Mit den Freiheitlichen Begehrensantrag wäre die Chance da gewesen, zusätzliche Autonomie nach Südtirol zu holen, ist Blaas überzeugt.

Indessen habe man geschlafen und die Bedeutung der Thematik nicht erkannt. Gerade junge Bewerber aus dem Vinschgau und dem Pustertal müssten ganztägig von der Schule fernbleiben und erhebliche Strecken für die theoretische Führerscheinprüfung in Bozen auf sich nehmen.

Es sei einfach unverständlich, dass Südtirol heute nicht einmal eigenständig über Standorte für Führerscheintheorieprüfungen entscheiden könne ohne Angst davor zu haben, dass Rom wieder Steine in den Weg lege könnte.

"Die Freiheitlichen werden jedenfalls weiterhin alles daransetzten, dass die Peripherie bestmöglich gestärkt werde", so der Abgeordnete abschließend. 

stol

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