Deshalb hat das Führungsduo mit Geschäftsführerin Karin Seiler und Marketingchef Patricio Hetfleisch einmal mehr Erklärungsbedarf. Wegen des Südtirol-Fauxpas fordert die FPÖ bereits personelle Konsequenzen. <BR /><BR />„Die Geschäftsführung der Tirol Werbung muss unverzüglich beweisen, dass sie den Laden unter Kontrolle hat. Wenn das nicht binnen kürzester Zeit gelingt, ist ein Austausch unausweichlich“, betont Parteichef Markus Abwerzger.<h3>Seiler übernimmt kollektive Verantwortung</h3>Seiler, die seit Mai 2022 an der Spitze der Tirol Werbung steht, stellte sich in der Vergangenheit stets vor Patricio Hetfleisch, obwohl er bereits mehrere umstrittene Werbeclips, wie das „Rülpser-Video“, zu verantworten hatte. Auch dieses Mal übernimmt sie eine kollektive Verantwortung. <BR /><BR />„Die Tirol Werbung lebt von motivierten, engagierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, hinter denen die Lebensraum-Tirol-Gruppe als Arbeitgeber selbstverständlich steht. Die Arbeit der Tirol Werbung ist immer eine Teamleistung – bei Erfolgen genauso wie bei Rückschlägen“, erklärt sie im Gespräch gegenüber der Tiroler Tageszeitung.<BR /><BR /><BR />Das Posting zu Südtirol und Tirol hat aus ihrer Sicht aber zu Recht zu Irritationen geführt, weil es der engen Verbindung der beiden Landesteile nicht gerecht worden sei. „Das ist für uns selbstverständlich ein Anlass, um zu hinterfragen, wie es dazu kommen kann.“ Um derartig missverständliche Botschaften künftig auszuschließen, kündigt Karin Seiler an, dass die interne Qualitätssicherung verstärkt werde. „Die Geschäftsleitung wird unmittelbar in den Freigabeprozess für Postings miteinbezogen, wie es bisher bereits bei bezahlten Kampagnen der Fall ist.<h3> Land schreibt Geschäftsführung neu aus</h3>Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (VP) und Tourismus-LR Mario Gerber (VP) taten gegenüber der Führungsspitze der Tirol Werbung ihren Unmut deutlich kund. Schon seit Monaten kriselt es. Jedenfalls wird spätestens im Sommer die Geschäftsführung turnusmäßig neu ausgeschrieben. Von automatischen Verlängerungen in den Landesgesellschaften ist das Land abgerückt.