Die Freude im Pustertal über die Austragung der olympischen Biathlonbewerbe in Antholz ist groß – auch beim Pustertaler Schützenbezirk. Dieser nutzt derzeit die Gelegenheit, um auf die Geschichte Südtirols und die Menschen, die hier leben, aufmerksam zu machen. „Wir senden ein positives Signal aus und heißen alle bei uns herzlich willkommen“, sagt Thomas Innerhofer, Bezirksmajor des Schützenbezirkes Pustertal im Südtiroler Schützenbund (SSB). „Gleichzeitig erinnern wir daran, dass wir hier seit mehr als 100 Jahren in einem uns fremden Staat leben und dennoch unsere Tiroler Identität bewahren konnten – als deutsch- und ladinischsprachige Südtirolerinnen und Südtiroler.“<BR /><BR />Man wolle die große Chance ergreifen, um auf die Situation im Lande aufmerksam zu machen, betont Innerhofer. „Wir wollen aber keinesfalls protestieren oder gar provozieren. Wir nutzen einfach die Aufmerksamkeit, die unser Land derzeit aufgrund der Olympiabewerbe in Antholz in aller Welt genießt.“<BR /><BR />Dafür wurden gleich mehrere Aktionen gestartet: An Bushaltestellen hängen Plakate mit der Aufschrift „Grüß Gott in Tirol“, eine Initiative des Schützenbundes gemeinsam mit dem Südtiroler Heimatbund. In zahlreichen Orten des Pustertals wehen außerdem Tiroler Fahnen mit der Aufschrift „Tirol“, und in Innichen, Olang und Vintl haben die Schützen große Tirol-Schriften aufgestellt.<BR /><BR />Auf den Plakaten an den Bushäuschen findet sich auch ein QR-Code, der Interessierte auf die Webseite des Schützenbundes führt, wo die Geschichte Südtirols erklärt wird. Es gehe nicht darum, den Spielen zu schaden, sagt Innerhofer. „Wir wollen zeigen, dass wir stolz auf unsere Tiroler Identität sind, und wollen gleichzeitig Sport und Gäste willkommen heißen.“<BR /><BR />Mit dieser Initiative verbindet der Schützenbezirk Gastfreundschaft und Geschichtsbewusstsein – und setzt ein deutliches Signal für die kulturelle Identität des Tales während eines internationalen sportlichen Großereignisses.