Donnerstag, 08. Oktober 2015

Tommasini traf Gewerkschaften und Solland-Mitarbeiter

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Tommasini hat am Donnerstag einen Vorschlag zur Linderung der finanziellen Notlage der Mitarbeiter von Solland-Silicon (Ex-Memc) in Meran geliefert.

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Tommasini beim Treffen am Donnerstag mit Gewerkschaften und Mitarbeitern der Firma Solland-Silicon.
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Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Tommasini beim Treffen am Donnerstag mit Gewerkschaften und Mitarbeitern der Firma Solland-Silicon. - Foto: © LPA

Der Landesrat wurde bei einem Treffen von den Vertretern der Fachgewerkschaften und den zahlreich erschienenen Solland-Silicon-Mitarbeitern (Ex-Memc) über den aktuellen Stand und die daraus resultierende immer prekärer werdende finanzielle Situation der Mitarbeiter informiert: Bereits seit mehreren Monaten bleibt das Unternehmen seinen Sinicher Mitarbeitern die Lohnauszahlungen schuldig.

Besprochen wurden bei dem Treffen auch die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Betriebs in Sinich und die Ergebnisse der jüngsten Gespräche im zuständigen Ministerium in Rom.

Tommasini sprach den Arbeitern die Solidarität vonseiten der Landesregierung und der Landesverwaltung aus, die sich über jegliche weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten werde. Außerdem versicherte er, dass er alle in seinem Kompetenzbereich liegenden Möglichkeiten prüfen werde, um die finanzielle Lage der Mitarbeiter von Solland-Silicon zu verbessern und ihre Not zu lindern.

Konkret werde nun geprüft, inwieweit ein Zugang für die Solland-Mitarbeiter zu jenem Fonds des Landes möglich ist, der für Menschen in besonderen Notlagen zur Verfügung steht, etwa für die Bezahlung von Wohnbaudarlehen.

"Die Situation ist seit geraumer Zeit sehr schwierig", bestätigte Tommasini. "Betroffen davon sind hoch spezialisierte Arbeiter und Techniker, die über ein hohes Maß an Know-how verfügen. Es geht einerseits darum, dass der Verlust von Arbeitsplätzen droht und viele Familien in wirtschaftliche Not geraten, andererseits droht ein gesamter Berufsstand verloren zu gehen, der Teil des sozialen und wirtschaftlichen Gefüges von Meran und somit unseres Landes ist", so Tommasini.

stol