Samstag, 16. September 2017

Tote Bienen im Vinschgau: Sind Pestizide schuld?

Als die Umweltschutzgruppe Vinschgau auf einen Schadensfall mit zahlreichen toten Bienen aufmerksam gemacht worden ist, hat sie die toten Tiere an ein spezialisiertes Labor nach Deutschland geschickt. Die Ergebnisse stimmen nachdenklich.

Eine hohe Pestizidbelastung soll der Grund des Bienensterbens sein.
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Eine hohe Pestizidbelastung soll der Grund des Bienensterbens sein. - Foto: © shutterstock

Die Ergebnisse der Untersuchungen haben der Umweltschutzgruppe zufolge den Verdacht auf Pestizidbelastung bestätigt: Es wurden 3 verschiedene Wirkstoffe gefunden, darunter 2 Fungizide und ein Insektizid.

Bei einem der gefundenen Wirkstoffe handelt es sich um ein Insektizid aus der Klasse der Neonicotinoide. Über deren Gefährlichkeit für Bienen wird seit Jahren diskutiert, wobei neue Studien die Schädlichkeit dieser Wirkstoffe belegen, heißt es in der Aussendung der Umweltschutzgruppe. 

Experten weisen immer wieder auf das nicht abschätzbare Risiko der so genannten Wechselwirkungen von Pestiziden hin, die sich durch das Zusammentreffen verschiedener Wirkstoffe ergeben.

In Frankreich bald verboten

In Frankreich sind ab dem Jahr 2018 die gefährlichen Neonicotinoide verboten. Dort dürfen in öffentlichen Gärten keine Pestizide eingesetzt werden und ab 2019 auch nicht mehr in Hobbygärten.

Die Umweltschutzgruppe fordert solch ein Verbot auch in Südtirol.

stol

stol