Die staatlichen Medien meldeten am Donnerstag, zudem seien 346 Menschen bei den Ausschreitungen rund um den Präsidentenpalast zum Teil schwer verletzt worden. Einige Augenzeugen sprachen von insgesamt sechs Toten.Entzündet hatte sich der Streit an einem Dekret des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi, mit dem dieser seine Machtbefugnisse für die Zeit bis zum Inkrafttreten einer neuen Verfassung ausgeweitet hatte.Als die Islamisten zudem noch einen Entwurf für eine neue Verfassung vorlegten, den Christen und Liberale ablehnen, kam es zur Gewalt.Ägyptische Diplomaten erklärten unterdessen, sie seien nicht bereit, die Abstimmung der Auslandsägypter über die Verfassung in den Botschaften und Konsulaten zu beaufsichtigen.In einer Erklärung hieß es: „Wir sind nicht bereit, das Referendum über eine Verfassung abzuhalten, um deren willen Blut geflossen ist.“Die Abstimmung in den diplomatischen Vertretungen hätte an diesem Samstag beginnen sollen. In Ägypten selbst soll am 15. Dezember über die neue Verfassung abgestimmt werden.dpa