Besonders hart traf es Kiew, Luftalarm galt aber landesweit. Wegen der Angriffe schloss Polen teilweise seinen Luftraum in dem an die Ukraine grenzenden Südosten des Landes.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218378_image" /></div> <BR /><BR />Russland erklärte, in der Nacht massiv ukrainische Militärinfrastruktur angegriffen zu haben. Dabei seien Militärflugplätze und andere Einrichtungen getroffen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. „Letzte Nacht haben die Streitkräfte der Russischen Föderation einen massiven Angriff mit hochpräzisen Langstreckenwaffen aus der Luft und See sowie unbemannten Luftfahrzeugen gegen Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes der Ukraine gestartet“, hieß es am Sonntag in der Erklärung.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218381_image" /></div> <h3> Kiew: Menschen suchten Schutz in Metrostationen</h3>In Kiew war die Luftabwehr stundenlang im Einsatz. Man habe auch Explosionen gehört. Menschen suchten Schutz in Metrostationen. Unabhängigen Beobachtern zufolge handelte es sich um einen der heftigsten Angriffe auf die Hauptstadt und die umliegenden Regionen seit Beginn des Krieges.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218384_image" /></div> <BR /><BR />Kiew wird immer wieder Ziel von russischen Angriffen. Den bisher größten Drohnenangriff auf die Hauptstadt gab es vor genau 3 Wochen, bei dem erstmals auch das Hauptgebäude der Regierung getroffen worden war. Damals setzte Russland mehr als 800 Drohnen ein.<h3> 16 Verletzte in Saporischschja</h3>Der Chef der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, schrieb auf Telegram, mindestens 3 Menschen seien bei dem jüngsten Angriff getötet worden. Es gebe zudem rund 10 Verletzte. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Witali Klitschko, berichtete von einem Feuer in einer Herzklinik. Auch mehrere andere Regionen wurden getroffen. In Saporischschja wurden den Behörden zufolge mindestens 16 Menschen verletzt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218387_image" /></div> <BR /><BR />Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sprach von einem massiven Luftangriff auf das Land. Auch er forderte abermals Konsequenzen: „Putin muss die Gefahr spüren, diesen Krieg fortzusetzen - persönlich für ihn, für die Geldbörse seiner Freunde, seine Wirtschaft und sein Regime“, schrieb er auf X mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Das kann ihn dazu bringen, diesen sinnlosen Krieg zu beenden.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218390_image" /></div> <h3> Polen sperrt Luftraum</h3>Polen sperrte seinen Luftraum nahe der Städte Lublin und Rzeszow. Dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 zufolge galt die Maßnahme zunächst bis Sonntag früh. Als Grund wurden „außerplanmäßige militärische Aktivitäten zur Gewährleistung der staatlichen Sicherheit“ genannt. Die polnischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten als Reaktion Alarmstarts angeordnet, um die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1218393_image" /></div> <BR /><BR />„Wegen der Aktivitäten der russischen Langstreckenflieger, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet ausführen, haben polnische und verbündete Flugzeuge den Betrieb in unserem Luftraum aufgenommen“, teilte das Militär auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen seien präventiv und dienten der Sicherung des Luftraums sowie dem Schutz der Bürger.<h3> Treffen von Sicherheitsexperten aus aller Welt in Warschau</h3>Am Montag findet ein Treffen von Sicherheitsexperten aus aller Welt in Warschau statt. Beherrschendes Thema wird der Ukraine-Krieg und die Sorge vor allem in Polen und den baltischen Staaten vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland sein.