Donnerstag, 02. August 2018

Tram Bozen: Einigung erzielt

Land und Gemeinde haben sich am Donnerstag in Sachen Tram in Bozen geeinigt. Noch heuer soll der Plan für eine nachhaltige urbane Mobilität (PUMS) für die Stadt Bozen als Grundlage dafür bereitstehen.

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Symbolbild - Foto: © shutterstock

Ins Auge gefasst wird eine 7 Kilometer lange Tramstrecke mit 17 Haltestellen ab dem Mobilitätsknotenpunkt in Sigmundskron, die von Tramwagen mit mindestens 40 Metern Länge befahren wird.

Im der am Donnerstag getroffenen Abkommen sind nun die wichtigsten Ziele, die Phasen zur Verwirklichung, die Rolle weiterer Organisationen und die formalen Schritte festgehalten.

Demnach soll die Inhouse-Gesellschaft des Landes, die Südtiroler Transportstrukturen AG STA die Infrastruktur für die Bozner Tram planen, verwirklichen und schließlich auch betreiben. Ebenso soll die STA für die Vergabe des Dienstes an den Konzessionär Städtischer Autobus Service AG SASA (In-House-Gesellschaft öffentlicher Körperschaften, an der das Land mit 17,79 Prozent beteiligt ist und die mit dem städtischen Personennahverkehr beauftragt ist) zuständig sein, das Rollmaterial beschaffen und dieses dem Dienstleister zur Verfügung stellen. Zudem soll sie die Vergabestelle für die Planungsaufträge sein.

Zwei Projektphasen

In einer ersten Projektphase soll von Seiten der Gemeinde für Bozen ein Plan für eine nachhaltige urbane Mobilität (PUMS) ausgearbeitet und genehmigt, werden und zwar noch innerhalb 2018. Außerdem muss die Gemeinde bis Ende September 2019 einen Förderantrag an das italienische Infrastrukturministerium stellen.

In einer zweiten Projektphase wird dann geplant. Zuerst muss das Machbarkeitsprojekt ausgearbeitet werden. Ausgehend vom Machbarkeitsprojekt soll dann die STA mit der Gemeinde Bozen und der SASA sowie eventuell mit Technikern des Infrastrukturministeriums einen Wirtschafts- und Finanzplan (35 Prozent der Kosten für die Verkehrsdienstleistung und für den Betrieb der Infrastruktur muss über die Fahrpreise gedeckt werden) und auch einen Zeitplan erarbeiten. Die Projektleitung wird von einem Beratungsgremium unterstützt, das sich aus Sachverständigen des Landes, der Gemeinde, von STA und SASA sowie bei Bedarf auch aus externen Beratern zusammensetzt.

Vereinbart wurde zudem, dass das Land und die Gemeinde Bozen die Investitionskosten nach Abzug der staatlichen und/oder europäischen Finanzhilfen jeweils in etwa zur Hälfte übernehmen.

lpa

stol